Audi und Lamborghini setzen auf neue Führungskräfte für Elektrifizierung und KI-Produktion
Sebastian HoffmannAudi und Lamborghini setzen auf neue Führungskräfte für Elektrifizierung und KI-Produktion
Die Audi Gruppe hat eine Reihe von Führungswechseln in ihren Marken und an wichtigen Standorten bekannt gegeben. Die Umbesetzungen betreffen Spitzenpositionen im Audi-Werk Neckarsulm, dem chinesischen Joint Venture sowie bei Lamborghini und zielen darauf ab, technische Kompetenz und Marktkenntnis zu stärken.
Die Neubesetzungen werden auch die Zukunft der elektrischen Modellpalette von Audi in China und die Hybridstrategie von Lamborghini bis 2030 prägen. Fred Schulze, bisheriger Leiter des Audi-Werks Neckarsulm, übernimmt nun die Führung des Joint Ventures mit SAIC in China. Zu seinen Aufgaben gehört die Erweiterung der Modellpalette für Audis neue Schwestermarke in der Region. Das erste Modell, der Audi E7X, soll in Kürze auf den Markt kommen, ein weiteres ist für 2027 geplant.
Thomas Bogus, der zuletzt das inzwischen geschlossene Audi-Werk in Brüssel leitete, wird die Verantwortung für den Standort Neckarsulm übernehmen. Seine Schwerpunkte liegen auf der Integration von Künstlicher Intelligenz in die Produktion, der Prozessoptimierung und der langfristigen Standortentwicklung.
Bei Lamborghini wurde Fermín Soneira zum neuen Technologievorstand (CTO) ernannt und löst damit Rouven Mohr ab, der im März 2026 als Leiter der Technischen Entwicklung in den Vorstand der Audi AG wechselte. Unter Soneiras Führung hat Lamborghini seine Elektrifizierungspläne überarbeitet: Das Projekt Lanzador wird nun als Plug-in-Hybrid und nicht als rein elektrisches Modell debütieren.
Bis 2030 wird die gesamte Lamborghini-Palette auf Plug-in-Hybride umgestellt – statt auf rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV). Die Anpassungen spiegeln eine übergeordnete Strategie wider, die Elektrifizierung mit Leistung in Einklang bringt.
Die Personalarbeiten sollen die Zusammenarbeit zwischen den Audi-Tochtergesellschaften, Marken und Divisionen verbessern. Zentrale Bereiche sind die technische Entwicklung, Produktionskompetenz und Marktanalysen in Schlüsselmärkten wie China und Europa. Die Führungsrochade positioniert Audi und Lamborghini für künftiges Wachstum in den Bereichen Elektrifizierung und KI-gestützte Produktion. Schulzes Rolle in China wird die Modelloffensive beschleunigen, während Bogus’ Fokus auf KI in Neckarsulm die Modernisierung der Fertigung vorantreiben soll.
Lamborghinis überarbeitete Hybridstrategie markiert eine klare Abkehr von der vollständigen Elektrifizierung bis 2030. Die Änderungen zeigen die abgestimmten Bemühungen, technische und marktbezogene Prioritäten in den globalen Audi-Aktivitäten aufeinander abzustimmen.






