31 March 2026, 10:11

Baden-Württemberg in der Rezession: Drittes Minus in Folge belastet Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text, der die wirtschaftliche Erholung anzeigt.

Baden-Württemberg in der Rezession: Drittes Minus in Folge belastet Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Baden-Württembergs Wirtschaft schrumpfte 2023 zum dritten Mal in Folge – und setzte damit den anhaltenden Abschwung seit 2022 fort. Das südwestdeutsche Bundesland verzeichnete einen Rückgang um 0,2 Prozent und landete damit auf dem vorletzten Platz unter den deutschen Ländern. Nur das Saarland schnitt mit einem Minus von 0,9 Prozent noch schlechter ab.

Die Wirtschaftsleistung des Landes belief sich im vergangenen Jahr auf rund 667,1 Milliarden Euro, was fast 15 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. Trotz dieses beträchtlichen Anteils kämpften zentrale Branchen mit Problemen. Besonders hart traf es die Industrie: Die reale Produktion brach um 2,6 Prozent ein. Auch die Bauwirtschaft musste im Vergleich zu 2022 Rückgänge hinnehmen.

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Einziger Lichtblick waren die Dienstleistungsbereiche, die um 0,4 Prozent wuchsen. Doch dieser bescheidene Zuwachs reichte nicht aus, um die breiten Einbußen auszugleichen. Deutschlandweit legte die Wirtschaft lediglich um 0,2 Prozent zu – ein Wert unter dem nationalen Durchschnitt.

Die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg stieg 2023 an und erreichte bis 2025 eine Quote von 4,6 Prozent. Zwar lag sie damit weiterhin unter dem Bundesschnitt von 6,3 Prozent, doch markierte der Wert einen Anstieg gegenüber den Vorjahren. Die Zahl der Erwerbslosen kletterte auf 294.000 – ein deutliches Zeichen für die wirtschaftliche Belastung.

Spitzenreiter beim Wachstum war Mecklenburg-Vorpommern mit einem Plus von etwa 1,4 Prozent. Für Baden-Württemberg jedoch werfen drei Jahre Rezession Fragen auf: Drohen nun Stellenabbau, Unternehmenspleiten und sinkende Steuereinnahmen?

Die wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes bleiben bestehen, insbesondere in Industrie und Baugewerbe. Zwar zeigten die Dienstleistungen leichte Verbesserungen, doch der Gesamttrend unterstreicht anhaltende Schwächen. Ohne eine Trendwende könnten weitere negative Folgen für den Arbeitsmarkt und die öffentlichen Haushalte folgen.

Quelle