20 March 2026, 14:08

Bechtle mit gemischten Zahlen: Umsatz steigt, Gewinn sinkt trotz KI-Boom

Nahaufnahme eines AMD-Computerchips aus dem Jahr 2019 mit dem Text "AMD 2019" darauf.

Knappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle mit gemischten Zahlen: Umsatz steigt, Gewinn sinkt trotz KI-Boom

Bechtle verzeichnet gemischte Geschäftszahlen für 2022

Der führende IT-Dienstleister Bechtle hat für das Jahr 2022 durchwachsene Finanzkennziffern vorgelegt. Zwar stieg der Umsatz auf 6,4 Milliarden Euro, doch der Gewinn vor Steuern sank um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro. Das Unternehmen steht nun vor Chancen und Herausforderungen, da die Nachfrage nach Speicherchips durch das Wachstum im KI-Bereich und die Expansion von Rechenzentren stark zunimmt.

Im Jahr 2022 erhöhte sich das gesamte Geschäftsvolumen von Bechtle – einschließlich des Softwareverkaufs zu Vollpreis – um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs jedoch nur moderat und legte um knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu. Der Gewinn vor Steuern ging hingegen um 6 Prozent zurück und belief sich auf 324,2 Millionen Euro.

Das Unternehmen beliefert vor allem Behörden und gewerbliche Kunden mit PCs, Netzwerkhardware und IT-Infrastruktur. Dank enger Kundenbeziehungen ist Bechtle gut positioniert, um von der steigenden Nachfrage – insbesondere in KI-getriebenen Bereichen – zu profitieren. Weltweit steigt der Bedarf an Speicherchips rasant, wobei KI-Infrastrukturen, Server und Rechenzentren die Treiber des Wachstums sind. Bis 2025 könnten KI-Server allein 72 Prozent aller ausgelieferten Server ausmachen.

Trotz dieser Chancen bleibt Bechtle vorsichtig. Vorstandsvorsitzender Thomas Olemotz hat die Gewinnprognosen für 2026 gedämpft und verweist auf anhaltende Lieferengpässe bei Speicherchips. Bis dahin rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz- und Vorsteuerergebniswachstum zwischen 0 und 5 Prozent. Langfristig strebt Bechtle ein Geschäftsvolumen von mindestens 10 Milliarden Euro bis 2030 an – idealerweise früher –, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von knapp 4 Prozent entsprechen würde.

Die künftige Entwicklung von Bechtle hängt davon ab, wie gut es gelingt, Lieferkettenherausforderungen zu meistern und gleichzeitig die KI-getriebene Nachfrage zu nutzen. Das langfristige Ziel von 10 Milliarden Euro Geschäftsvolumen unterstreicht die Pläne für ein stetiges Wachstum. Kurzfristig zeigen die zurückhaltenden Prognosen jedoch die Unsicherheiten bei der Verfügbarkeit von Speicherchips und den Gewinnmargen auf.

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