20 April 2026, 02:09

Berlin setzt auf IBA 2034 statt Olympia – ein städtebaulicher Neuanfang

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympiamuseums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Berlin setzt auf IBA 2034 statt Olympia – ein städtebaulicher Neuanfang

Berlin wird von 2034 bis 2037 seine dritte Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats setzt damit ein klares Zeichen gegen eine mögliche Olympiabewerbung. Einige Stadtverantwortliche zeigen sich jedoch zurückhaltend, wenn es darum geht, Großveranstaltungen zu eng miteinander zu verknüpfen.

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Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) begrüßt die Senatsentscheidung. Tobias Nöfer, Vorstandsmitglied des AIV, bezeichnete die IBA als Chance, drängende städtebauliche Herausforderungen anzugehen. Der Verband sieht darin eine historische Gelegenheit, neue Maßstäbe für die Stadtentwicklung zu setzen.

Die IBA wird sich auf Gebiete entlang des Berliner S-Bahn-Rings konzentrieren und die Übergangsbereiche zwischen Innenstadt und äußerem Stadtgebiet neu gestalten. Dieser Ansatz findet beim AIV Anerkennung, da er das Potenzial birgt, bisher wenig genutzte Flächen aufzuwerten.

Während die IBA nun fest eingeplant ist, fehlen konkrete Pläne für eine Olympiabewerbung weiterhin. Befürworter sowohl der Olympischen Spiele als auch der Weltausstellung argumentieren, dass sich diese Veranstaltungen ideal mit der IBA verbinden ließen. Doch die Berliner Koalitionsspitzen zeigen sich von dieser Idee weniger überzeugt und setzen lieber auf einen pragmatischeren Ansatz.

Die IBA wird drei Jahre lang laufen und 2034 beginnen. Ihr Fokus auf die städtebauliche Erneuerung entlang des S-Bahn-Rings zielt darauf ab, langjährige Planungsprobleme zu lösen. Mit der Senatsentscheidung rückt eine mögliche Olympiabewerbung vorerst in den Hintergrund.

Quelle