Berliner Rockband Tulpe provoziert mit Wal-Song über gestrandeten Buckelwal
Sebastian HoffmannBerliner Rockband Tulpe provoziert mit Wal-Song über gestrandeten Buckelwal
Berliner Rockband löst mit provokantem Wal-Song Debatte aus
Eine Berliner Rockband hat mit einem frechen Lied über den im Ostsee gestrandeten Buckelwal für Aufsehen gesorgt. Tulpe persifliert in ihrem satirischen Track Sprengt den Wal die laufenden Rettungsversuche und den sozialen Medienhype um das Tier – und spaltet damit die Öffentlichkeit zwischen Gelächter und Empörung.
Die Texte des Songs setzen auf drastische Lösungsvorschläge für das Schicksal des Wals. Zeilen wie "Sprengt den Wal, macht ihn einfach weg, lasst Wal-Salami und -Schnitzel regnen" oder "Fragt doch mal Donald Trump, ob er ihn nicht einfach wegsprengen kann" sorgen für heftige Reaktionen. Während manche Zuhörer den Song als urkomisch feiern, verwerfen andere ihn als geschmacklos.
Der Buckelwal, der in sozialen Medien liebevoll "Timmy" oder "Hoffnung" getauft wurde, ist längst zum viralen Phänomen avanciert und dominiert die Debatten auf TikTok und Instagram. Auch Politiker stehen wegen ihres Krisenmanagements in der Kritik – und liefern Tulpe damit weiteren Zündstoff für ihre Satire. Frontmann Joachim Foerster räumte ein, dass die Band mit ihrer Musik oft aktuelle Themen aufgreift, was regelmäßig zu Shitstorms führe.
Der Song hat auf dem Instagram-Profil der Band bereits rund 4,6 Millionen Aufrufe verzeichnet. Als Reaktion auf die Kontroverse veröffentlichte Tulpe einige der Hassnachrichten, die sie erhalten hatten. Foerster winkte ab: Shitstorms gehörten zum Alltag einer Rockband – da müsse man durch.
Ironischerweise sei aus einem Tier, das den "Urzustand der Erde" verkörpere, längst ein Objekt unzähliger KI-generierter Songs und Memes geworden, so die Band. Um die öffentliche Meinung weiter zu testen, entstand die Parodie-Website Whale-O-Matic, auf der Nutzer interaktiv ihre Haltung zu den Rettungsbemühungen hinterfragen können.
Mit Sprengt den Wal hat Tulpe die Diskussion um den gestrandeten Buckelwal weiter angeheizt – zwischen Belustigung und Ablehnung. Mit Millionen von Klicks und einer Flut an Reaktionen hat der Song den Wal endgültig zum kulturellen wie umweltpolitischen Diskussionsstoff gemacht. Die Band zeigt sich unbeeindruckt und nimmt die Empörung als Teil ihres provokanten Stils in Kauf.






