28 April 2026, 00:14

BNM fordert radikalen Wandel in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Klimaschutz

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebender Infrastruktur und einer Brücke im Hintergrund.

BNM fordert radikalen Wandel in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Klimaschutz

Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert Kurswechsel in Energie- und Verkehrspolitik

Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Energie- und Mobilitätsstrategien grundlegend zu reformieren. In einem Katalog von Vorschlägen plädiert der Verband für eine stärkere Förderung rein batteriebetriebener Fahrzeuge und einen beschleunigten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen.

Laut BNM reichen die aktuellen Maßnahmen nicht aus, um die Energiekrise wirksam zu bekämpfen. Stattdessen brauche es mutigere Schritte, um durch erneuerbare Energien und Elektromobilität die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und das Wirtschaftswachstum zu stärken.

Kernpunkt der Forderungen ist das Ende der Subventionen für Hybridfahrzeuge. Der Verband verlangt, dass alle finanziellen Anreize künftig ausschließlich in vollelektrische Antriebe fließen. Zudem schlägt er ein dauerhaftes Umweltprämienprogramm für Benzin- und Diesel-Pkw vor sowie ein Verbot von Verbrenner-Neuzulassungen im öffentlichen Sektor.

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Kritik übt der BNM auch an Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), der unnötige Kosten verursachen könnte. Stattdessen fordert der Verband einen rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Speicherkapazitäten und bessere Rahmenbedingungen für selbst genutzten Solarstrom. Weitere zentrale Punkte sind faire Preise an öffentlichen Ladesäulen – angeglichen an private Tarife – sowie ein gesetzlicher Anspruch auf Ladeinfrastruktur für Mieter:innen und Beschäftigte.

Thomas Mertens, technischer Vorstand des BNM, betonte, dass elektrifizierte Lösungen die Abhängigkeit von volatilen globalen Rohstoffmärkten verringerten. Anja Quast, Geschäftsführerin des Verbands, unterstrich dies und rief zu klügeren Regulierungen auf, um die Energiewende voranzutreiben.

Die Position des BNM kommt zu einer Zeit, in der die anhaltende Energiekrise die Risiken der fossilen Abhängigkeit deutlich macht. Durch den Vorrang für Erneuerbare und Elektromobilität könne Deutschland laut Verband eine höhere Versorgungssicherheit und langfristige wirtschaftliche Vorteile erzielen.

Ziel der BNM-Vorschläge ist eine Neuausrichtung der deutschen Energie- und Verkehrspolitik. Bei Umsetzung würden die Maßnahmen Verbrenner aus öffentlichen Fuhrparks verbannen, Ladekosten angleichen und die erneuerbare Infrastruktur ausbauen.

Der Fokus des Verbands bleibt auf der Sicherung der Energieunabhängigkeit durch strombasierte Lösungen. Nun liegt es an der Regierung, die Empfehlungen zu prüfen.

Quelle