Bundeszentrale plant Lernzentrum zur Landshut-Entführung von 1977
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) treibt die Pläne für ein neues Lernzentrum voran, das sich mit dem entführten Lufthansa-Flugzeug Landshut befasst. Das Projekt, das der Deutsche Bundestag 2021 in Auftrag gegeben hat, zielt darauf ab, einen interdisziplinären Bildungsort zu schaffen. Nun ist eine eigene Online-Plattform gestartet, über die Updates und Materialien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Der Anstoß für die Initiative ging vom Haushaltsausschuss aus, der die bpb mit der Entwicklung eines Dokumentations- und Bildungszentrums rund um das Flugzeug Landshut beauftragte. Die Maschine war 1977 Schauplatz einer spektakulären Entführung, und das Projekt soll ihre historische, politische und kulturelle Bedeutung aufarbeiten.
Um die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums zu gestalten, arbeitet die bpb mit Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen sowie mit Zeitzeug:innen zusammen. Ihre Beiträge sollen sicherstellen, dass die Ausstellung vielfältige Perspektiven widerspiegelt.
Ein wichtiger Meilenstein ist die Freischaltung der Projektwebsite unter www.bpb.de/lernort-landshut. Die Plattform informiert über den Planungsstand, mögliche Standorte in Friedrichshafen und bietet Unterlagen für lokale Akteur:innen. Öffentliche Debattenprotokolle zum Ankauf des Flugzeugs 2017 oder zu seiner künftigen Nutzung als Mahnmal liegen jedoch nicht vor.
Der Landshut-Lernort soll künftig als zentraler Ort der historischen und politischen Bildung dienen und verschiedene wissenschaftliche Ansätze verbinden. Mit dem Launch der Website setzt die bpb die Zusammenarbeit mit Expert:innen und der Öffentlichkeit fort, während die Planung voranschreitet. Das Projekt bleibt damit auf Kurs, um den Auftrag des Bundestags zu erfüllen.