13 April 2026, 14:15

Elektronisches Trinkgeld spaltet die Deutschen: Wer vertraut – und wer zahlt zu viel?

Person, die einen Geldautomaten bedient und dabei auf den Bildschirm zeigt.

Elektronisches Trinkgeld spaltet die Deutschen: Wer vertraut – und wer zahlt zu viel?

Eine neue Umfrage zeigt gespaltene Meinungen unter Deutschen zum elektronischen Trinkgeld. Viele empfinden vorgegebene Trinkgeldoptionen als unpraktisch oder irreführend – und zweifeln daran, ob das Geld tatsächlich beim Personal ankommt. Die Ergebnisse offenbaren zudem generationenabhängige Unterschiede beim Vertrauen und den Trinkgeldgewohnheiten.

Nur 29 Prozent der Deutschen halten vorab festgelegte Trinkgeldbeträge beim Bezahlen mit Karte oder App für hilfreich. Besonders ältere Menschen tun sich schwer mit dem System: Lediglich 22 Prozent der über 65-Jährigen finden es benutzerfreundlich. Gleichzeitig geben 64 Prozent zu, dass sie durch diese Vorschläge mehr Trinkgeld geben als ursprünglich beabsichtigt.

Auffällig ist, dass 68 Prozent die Praxis kritisieren, dass Terminals Trinkgeldoptionen erst ab zehn Prozent anbieten. Dies wird vielfach als unfair oder aufdringlich wahrgenommen. Auch das Vertrauen in elektronisches Trinkgeld ist gering: Nur 52 Prozent glauben, dass der volle Betrag beim Personal ankommt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jüngere Menschen zeigen sich dagegen optimistischer. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen vertrauen 63 Prozent darauf, dass elektronische Trinkgelder vollständig an die Mitarbeiter fließen. Misstrauen ist hingegen in der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen (47 Prozent) und bei den über 65-Jährigen (48 Prozent) am größten.

Trotz der Skepsis spricht sich eine knappe Mehrheit (55 Prozent) dafür aus, dass Trinkgeld eine Standardoption beim elektronischen Bezahlen bleiben sollte.

Die Umfrage unterstreicht die gespaltene Haltung der Deutschen zum digitalen Trinkgeld: Während Jüngere dem System eher vertrauen, bleiben Ältere skeptisch. Viele fühlen sich zudem durch die vorgegebenen Prozentsätze unter Druck gesetzt – und geben so mehr Trinkgeld, als sie eigentlich wollten.

Quelle