Erbstreit um Michael Jackson: Paris Jackson fordert Transparenz vom Nachlass
Sebastian HoffmannErbstreit um Michael Jackson: Paris Jackson fordert Transparenz vom Nachlass
Der langjährige Rechtsstreit um das Erbe von Michael Jackson hat in den letzten Wochen neue Wendungen genommen. Seine Kinder, darunter Paris Jackson, fordern mehr Transparenz, während eine lange verzögerte Filmbiografie endlich vor der Veröffentlichung steht. Gleichzeitig geraten die Testamentsvollstrecker des Nachlasses wegen finanzieller Unklarheiten und Verspätungen bei den Rechnungslegungsberichten unter Druck.
Das Erbe von Michael Jackson befindet sich seit seinem Tod im Jahr 2009 im Nachlassverfahren – mittlerweile bereits seit 17 Jahren. Die Testamentsvollstrecker John Branca und John McClain haben in dieser Zeit lukrative Projekte betreut, darunter eine Konzert-Dokumentation, ein Broadway-Musical und eine Cirque-du-Soleil-Show, die Milliarden eingespielt haben. Dennoch haben sich die Spannungen mit Jacksons Kindern verschärft, insbesondere wegen mangelnder finanzieller Transparenz.
Paris Jackson hat öffentlich die Handhabung der Gelder durch den Nachlass infrage gestellt. In einem Schriftsatz vom 16. März bestritt sie die angegebene Höhe ihres Erbes sowie die Vergütung, die an Branca und McClain gezahlt wurde. Der Anwalt des Nachlasses, Jonathan Steinsapir, entgegnete, Paris habe bereits Leistungen in Höhe von etwa 65 Millionen Dollar erhalten. Der Streit eskalierte weiter, als das juristische Team des Nachlasses ihr in einem Schriftsatz vom 19. März vorwarf, sie inszeniere "pressefototaugliche Auftritte in Boulevardblättern" und "stolziere in Verhandlungsräume hinein".
Auch die anstehende Filmbiografie Michael ist zum Zankapfel geworden. Ursprünglich um ein Jahr verschoben, wegen Nachdrehs und Änderungen an der Handlung, soll der Film nun wie geplant in die Kinos kommen. Paris hatte ihn zuvor auf Instagram als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" kritisiert. Mittlerweile distanziert sie sich vollständig von dem Projekt.
Ein Richter genehmigte kürzlich einen Zeitplan, nach dem der Nachlass seine Ausgaben offenzulegen hat. Branca und McClain erhielten zudem eine Fristverlängerung und müssen ihre Rechnungslegung für das Jahr 2025 erst bis April 2027 vorlegen. Diese Entscheidung fällt in eine Phase, in der Prince, Paris und Bigi Jackson weiterhin klarere finanzielle Aufstellungen vom Nachlass verlangen.
Die Testamentsvollstrecker haben nun mehr Zeit, um ihre finanziellen Aktivitäten zu dokumentieren. Paris Jackson und ihre Geschwister bleiben jedoch entschlossen in ihrem Kampf um mehr Rechenschaftspflicht. Mit der bevorstehenden Veröffentlichung der Filmbiografie könnten zudem weitere Auseinandersetzungen über die Darstellung Michael Jacksons entstehen.






