29 April 2026, 12:10

Explodierende Spritpreise treiben Millionen in Armut und Hunger

Plakat mit Text und Bildern von Solarpanelen und Windraeder vor einem bewölkten Himmel, lesend "Abgesagte verbleibende Öl- und Gasförderlizenzen im Arctic National Wildlife Refuge".

Explodierende Spritpreise treiben Millionen in Armut und Hunger

Steigende Spritpreise belasten Haushalte und Unternehmen weltweit

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Von den Lebensmittelmärkten in Nigeria bis zu den Heizkosten in Deutschland – die Auswirkungen explodierender Energiepreise sind überall spürbar. Experten warnen nun, dass die Krise Millionen weitere Menschen in den Hunger treiben könnte, falls sich die Lage nicht bald bessert.

Der drastische Anstieg der Kraftstoffkosten sendet Schockwellen durch die globalen Lieferketten. In Nigeria haben höhere Preise für Düngemittel, Transport und Grundgüter lebenswichtige Nahrungsmittel unerschwinglich gemacht. Gleichzeitig zeigte eine Umfrage Ende März in Deutschland, dass sich fast 80 Prozent der Bevölkerung durch die Abhängigkeit ihres Landes von importierten fossilen Brennstoffen bedroht fühlen.

Nach Russlands Angriff auf die Ukraine verzeichneten Energiekonzerne enorme Gewinnsprünge, während Haushalte mit explodierenden Heizkosten kämpften. Die deutsche Übergewinnsteuer auf übermäßige Gewinne brachte zwar rund 2,5 Milliarden Euro ein, doch die finanzielle Belastung der Verbraucher bleibt bestehen. Der Nettogewinn von BP verdoppelte sich im frühen Jahr 2024 fast – allein im ersten Quartal erreichte er 2,7 Milliarden Euro.

Die Krise verändert auch die Energiepolitik. Südkoreas Präsident bezeichnete die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen als "gefährliche Verwundbarkeit" und baut die Stromnetzinfrastruktur aus, während gleichzeitig ein neues "Solar-Einkommens"-Programm eingeführt wird. Chinas Export von Solarmodulen verdoppelte sich im März 2024 – ein Zeichen für den Wandel hin zu erneuerbaren Alternativen. Dennoch warnt Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), dass die Folgen dieser Krise schwerwiegender sein werden als bei früheren Energiekrisen.

Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) könnten bis zu 45 Millionen weitere Menschen von Hunger bedroht sein, wenn sich die Energiekrise über die Jahresmitte hinaus verschärft. Pendler, Studierende und Familien, die kranke Angehörige besuchen, spüren bereits jetzt die Belastung durch steigende Transportkosten.

Die Energiekrise verschärft ihren Griff auf Wirtschaft und Alltag. Da die Spritpreise die Lebenshaltungskosten in die Höhe treiben, geraten Regierungen und Unternehmen unter Handlungsdruck. Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich die Situation bis zum Sommer weiter zuspitzen – mit gravierenden Folgen für die Ernährungssicherheit und die finanzielle Stabilität von Millionen Menschen.

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