Fußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
Sebastian HoffmannFußballturnier in München ehrt Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von 2016
Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016
Am 6. Juni 2026 findet in München ein Fußballturnier statt, das den Opfern des Anschlags von 2016 gedenken soll. Organisiert wird die Veranstaltung von Hasan Leyla, dem Vater des getöteten Can Leyla. Im Mittelpunkt steht nicht der Wettbewerb, sondern das gemeinsame Gedenken und der Zusammenhalt – ein Fest des Lebens, das Gemeinschaften verbinden soll.
Bei dem Anschlag in München 2016 kamen zehn Menschen ums Leben: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç, Sevda Dağ sowie eine namentlich nicht bekannte Person. Zunächst als Amoktat eingestuft, wurde die Bluttat später als rechtsterroristischer Akt anerkannt. Hasan Leyla und die Initiative München Erinnert widersprechen bis heute der früheren Darstellung, es habe sich um eine private Rachaktion gehandelt.
Das Fußballturnier, das von derselben Initiative organisiert wird, knüpft an die Leidenschaften mehrerer Opfer an – darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann, die dem Sport verbundene Fans waren. Die Teilnehmer treffen sich nicht, um gegeneinander anzutreten, sondern um der Verstorbenen zu gedenken. Gleichzeitig wirbt Hasan Leyla für Unterstützung der Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026.
Die Veranstaltung soll das Andenken an die Opfer durch gemeinsames Handeln wachhalten. Indem der Fokus auf der Teilnahme statt auf dem Sieg liegt, unterstreicht das Turnier die Botschaft der Solidarität. Die Initiative sorgt dafür, dass die Schicksale der Betroffenen im öffentlichen Gedächtnis präsent bleiben.






