28 April 2026, 02:09

Gauweiler fordert CSU zu neuem Bündnis mit Freien Wählern auf

Eine Deutschlandkarte mit hervorhebenden Provinzen in rot und blau, die die Ergebnisse der Wahl 2016 anzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und weiterer Wahl-details.

Gauweiler fordert CSU zu neuem Bündnis mit Freien Wählern auf

Peter Gauweiler hat die CSU aufgefordert, ein neues politisches Bündnis mit den Freien Wählern zu schmieden. Ein solches Bündnis könnte der Partei seiner Meinung nach helfen, über Bayern hinaus zu wachsen und ein breiteres konservatives Wählerklientel anzusprechen. Sein Vorschlag schließt auch die Bereitschaft ein, unter bestimmten Bedingungen mit der rechtspopulistischen AfD ins Gespräch zu kommen.

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Gauweiler schlägt vor, die CSU solle sich an Alliance 90/Die Grünen orientieren, wo zwei Parteien gemeinsam antreten. Diese Strategie könnte der CSU seinen Worten zufolge auch außerhalb Bayerns Wahlchancen sichern – selbst in Regionen, in denen sie derzeit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

Der frühere Politiker setzt sich seit Langem für einen offenen politischen Dialog ein, unabhängig von der Ideologie. In der Vergangenheit unterstützte er im Bundestag bereits Anträge der Linken, wenn er sie für sinnvoll hielt. Nun überträgt er diese Logik auf die AfD: Er würde deren Vorhaben notfalls ebenfalls befürworten, wenn die Lage es erfordere.

Gauweiler stellt zudem die Wirksamkeit starrer Abgrenzungsstrategien gegenüber der AfD infrage. Statt auf sogenannte "Brandmauern" zu setzen, plädiert er dafür, politische Entscheidungen durch überzeugende Argumente zu leiten. Sein Kalkül: Ein bürgerlich-konservatives Bündnis könnte bis zu zwei Drittel der Wähler ansprechen und die Machtverhältnisse zugunsten einer nicht-linken Regierung verschieben.

Scheitert eine Allianz mit den Freien Wählern, rät er der CSU, außerhalb Bayerns eigenständig anzutreten. Sein Ziel ist klar: Er will verhindern, dass Wähler zwar rechts wählen, am Ende aber eine links geprägte Politik erhalten.

Gauweilers Vorschläge zielen darauf ab, die Wahlstrategie der CSU neu auszurichten und ihre Attraktivität zu steigern. Durch eine Kooperation mit den Freien Wählern oder einen Soloauftritt könnte die Partei bundesweit an Einfluss gewinnen. Seine Haltung zur AfD spiegelt dabei seinen Glauben an pragmatische Zusammenarbeit wider – statt an ideologische Ausgrenzung.

Quelle