Gefährliches Tomatenvirus aus China in Sibirien entdeckt – Lieferung wird vernichtet
Sebastian HoffmannGefährliches Tomatenvirus aus China in Sibirien entdeckt – Lieferung wird vernichtet
Eine vier Tonnen schwere Tomatenlieferung aus China ist im sibirischen Krasnojarsk mit einem gefährlichen Pflanzenvirus belastet. Die infizierte Partie war im Lager des Zollterminals Agroterminal-Tamozhnya eingelagert, bevor die Behörden das Tomaten-Braune-Rugose-Frucht-Virus (ToBRFV) nachwiesen. Die zuständigen Stellen ordneten umgehend die Vernichtung der kontaminierten Ware an.
Das Virus wurde vom russischen Agraraufsichtsamt Rosselchosnadsor identifiziert. Einmal infiziert, überleben die Pflanzen nicht – die Krankheit breitet sich rasant aus. Innerhalb einer Woche kann ein gesamter Gewächshausbestand vernichtet werden.
Das Virus ist äußerst widerstandsfähig und überträgt sich leicht: durch direkten Kontakt zwischen Pflanzen, verunreinigte Werkzeuge oder sogar über den Boden. Auch Bestäuberinsekten wie Bienen und Hummeln können es von Pflanze zu Pflanze übertragen. Unzureichend desinfizierte Kleidung oder Hände bergen zusätzliche Risiken.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, haben die Behörden die sofortige Verbrennung aller befallenen Tomaten angeordnet. Damit soll das Virus gestoppt werden, bevor es lokale Bauernhöfe oder Gewächshäuser erreicht. Die Vernichtung der infizierten Ware erfolgt unverzüglich und entspricht strengen Protokollen zur Eindämmung des Erregers und zum Schutz der landwirtschaftlichen Produktion. Landwirte in der Region wurden aufgefordert, ihre Bestände genau auf Anzeichen einer Infektion zu überwachen.






