Grausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz stirbt nach qualvoller Tierquälerei
Emil NeumannGrausamer Fund in Bodelshausen: Rehkitz stirbt nach qualvoller Tierquälerei
In Bodelshausen ist ein junges Reh mit dem Maul durch Klebeband verschlossen aufgefunden worden. Das Tier starb später, woraufhin die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tierquälerei aufnahm. Nach deutschem Recht handelt es sich dabei um eine Straftat, die mit hohen Strafen geahndet wird.
Erstmals gesichtet wurde das Rehkitz am 20. Juni 2023 in einem Garten in der Schlehenweg-Siedlung im Landkreis Tübingen. Anwohner entfernten das Klebeband und setzten das Tier in der Nähe einer Waldhecke frei. Trotz der Hilfe verendete das Reh nur fünf Tage später – nicht weit von der Stelle entfernt, an der es freigelassen worden war.
Tierquälerei wird in Deutschland nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes geahndet. Verurteilungen können Geldstrafen oder Haft bis zu drei Jahren nach sich ziehen. Die Tierrechtsorganisation PETA hat inzwischen eine Belohnung von 2.500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Verantwortlichen führen.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie gewalttätiger Straftaten in der Region ein. Nur wenige Tage zuvor, am 15. Juni 2023, hatte ein 59-jähriger Mann in Bodelshausen seine Mitbewohner mit einer Axt angegriffen. Die Ermittlungen der Polizei zu diesem Fall wurden ohne öffentliche Updates oder neue Sicherheitsmaßnahmen fortgesetzt. Die Gewalteskalation hielt an – so wurde am 20. Mai 2025 eine 17-jährige Joggerin erstochen.
Forschungen von Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes deuten auf einen Zusammenhang zwischen Tierquälerei und extremer Gewalt hin. Seine Studien zeigen, dass 80 bis 90 Prozent der Gewalttäter eine Vorgeschichte von Misshandlungen an Tieren aufweisen.
Der Tod des Rehkitzes wird weiterhin untersucht, wobei die Behörden von einer möglichen vorsätzlichen Grausamkeit ausgehen. Die von PETA ausgesetzte Belohnung soll Zeugen ermutigen, sich zu melden. Unterdessen bleibt die zunehmende Gewaltkriminalität in der Region ein Grund zur Besorgnis.






