21 April 2026, 14:12

Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg kämpfen mit Rekordtief bei Aufträgen und Kosten

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt in Erholung und wirtschaftliche Erholung nach Branche, mit begleitendem Text, der die Gesamtauswirkungen und Erholungsdaten zusammenfasst.

Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg kämpfen mit Rekordtief bei Aufträgen und Kosten

Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg stehen vor den größten Herausforderungen seit über einem Jahrzehnt. Ein drastischer Rückgang der Aufträge und explodierende Kosten haben die Stimmung auf ein Niveau gedrückt, wie es seit den Anfangstagen der Corona-Pandemie nicht mehr zu verzeichnen war. Nur noch 37 Prozent der Unternehmen berichten von einer guten Geschäftslage – der niedrigste Wert seit 2009.

Ende 2021 bewerteten noch fast die Hälfte der Handwerksbetriebe in der Region ihre Situation als gut, lediglich 19 Prozent bezeichneten sie als schwach. Doch seitdem hat sich das Bild deutlich verschlechtert. Mittlerweile beschreiben 26 Prozent ihre Lage als schlecht, während nur 17 Prozent einen Anstieg der Aufträge verzeichnen – ein Rückgang im Vergleich zu 21 Prozent im Vorjahr.

Die größten Belastungen gehen von steigenden Energie- und Beschaffungskosten aus. Geopolitische Spannungen haben die Probleme zusätzlich verschärft, die Gewinne geschmälert und die Nachfrage gedämpft. Bei 44 Prozent der Betriebe sind die Aufträge zurückgegangen, gegenüber 34 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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Der Handwerk BW, der rund 145.000 Handwerksbetriebe im Südwesten Deutschlands vertritt, warnt vor einer weiteren Verschärfung der Lage. Die Branche beschäftigt etwa 770.000 Beschäftigte und bildet über 46.000 Auszubildende aus – sie ist damit ein zentraler Wirtschaftsfaktor in der Region. Sollten die Energie- und Materialkosten weiter steigen, könnte das Handwerk vor noch größeren Schwierigkeiten stehen. Angesichts rückläufiger Aufträge und schwindenden Optimismus bereiten sich viele Betriebe auf eine längere Phase der Unsicherheit vor. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Lage stabilisiert – oder weiter verschlechtert.

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