13 March 2026, 16:10

KI revolutioniert Patientenakten-Auswertung am Universitätsklinikum Freiburg

Ein Venn-Diagramm mit drei überlappenden Kreisen, die mit 'Bewertung', 'Evidenzbasierte Behandlung' und 'Medizinische Dienstleistungen' beschriftet sind, das ihre Zusammenhänge veranschaulicht, mit begleitendem Text, der den Zweck und die Wechselwirkungen jedes Dienstes beschreibt.

KI revolutioniert Patientenakten-Auswertung am Universitätsklinikum Freiburg

KI-gestütztes System unterstützt Ärzte am Universitätsklinikum Freiburg bei der Auswertung von Patientenakten

Ein mit künstlicher Intelligenz betriebenes System hilft Ärztinnen und Ärzten am Universitätsklinikum Freiburg nun dabei, medizinische Unterlagen schneller auszuwerten. Die durch eine Spende finanzierte Technologie durchsucht Dokumente automatisch nach relevanten Informationen und trägt so zu einer besseren Patientenversorgung bei. Zudem unterstützt sie die Rekrutierung für klinische Studien und die Überwachung von Behandlungen.

Das KI-Sprachmodell wurde in der Augenklinik eingeführt, nachdem der Verein "Freunde der Augenklinik" einen Hochleistungsrechner gestiftet hatte. Es verarbeitet kontinuierlich Arztberichte und reduziert so den manuellen Aufwand für das medizinische Personal.

Neben der Beschleunigung der Auswertungen identifiziert das System Patientinnen und Patienten, die für klinische Studien infrage kommen. Dadurch können Forscherinnen und Forscher geeignete Kandidatinnen und Kandidaten schneller kontaktieren. Zudem hilft das Tool bei Qualitätskontrollen, indem es mögliche Komplikationen nach Behandlungen erkennt.

Sämtliche Daten bleiben auf den eigenen Servern des Klinikums und unterliegen damit strengen Datenschutzbestimmungen. Während die KI zunächst in der Augenheilkunde eingesetzt wurde, findet sie nun auch in anderen Fachabteilungen Verwendung.

Das System vereinfacht die Analyse von Dokumenten, ohne die Datensicherheit zu beeinträchtigen. Es trägt dazu bei, Studienteilnehmer effizienter zu identifizieren und Behandlungsverläufe besser zu überwachen. Die schrittweise Einführung in weiteren Abteilungen unterstreicht die wachsende Bedeutung der Technologie für den Klinikbetrieb.

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