Lörrach nutzt neue Regelung für schnelleren Wohnungsbau bis 2035
Sebastian HoffmannLörrach nutzt neue Regelung für schnelleren Wohnungsbau bis 2035
Lörrach bereitet sich darauf vor, die neue deutsche Beschleunigungsregelung für den Wohnungsbau umzusetzen, um den Bau von Wohnraum zu beschleunigen. Die Stadt will die Vorschriften nutzen, um ihre "Wohnraumoffensive 2035" voranzutreiben – mit besonderem Fokus auf Nachverdichtung. Derzeit arbeiten die Verantwortlichen an Richtlinien, die noch vor der Sommerpause verabschiedet werden sollen.
Die Beschleunigungsregelung ermöglicht es Kommunen, bestimmte Bauvorschriften zu umgehen, um schneller Wohnraum zu schaffen. Dennoch muss jedes Projekt weiterhin städtebauliche Ziele erfüllen, die Interessen der Nachbarn wahren und dem Gemeinwohl dienen. Lörrach plant, die Regelungen vor allem in Wohn- und Mischgebieten mit guter Verkehrsanbindung anzuwenden.
Die Stadt wird klare Standards für Neubauten festlegen. Dazu gehören Quoten für bezahlbaren Wohnraum, Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sowie eine ausgewogene Stadtplanung. Ziel ist es, dass sich neue Wohnungen harmonisch in bestehende Viertel einfügen und gleichzeitig ökologische und soziale Anforderungen erfüllen.
Lörrach gehört zu den ersten Städten, die die neue Regelung umsetzen, die am 30. Oktober 2025 in Kraft getreten ist. Bisher hat nur Warendorf offiziell einen Beschluss gefasst, die Beschleunigungsregeln zu nutzen – und zwar im Februar 2026.
Die neuen Richtlinien werden in den kommenden Monaten dem Lörracher Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt. Bei einer Zustimmung könnten sie den Bau von Wohnungen beschleunigen, ohne dabei Qualität und Nachhaltigkeit zu vernachlässigen. Die Regelung könnte eine Schlüsselrolle dabei spielen, die langfristigen Wohnungsbauziele der Stadt zu erreichen.