LTL-Spediteure leiden unter steigenden Personalkosten und Palettenpreisen
Emil NeumannLTL-Spediteure leiden unter steigenden Personalkosten und Palettenpreisen
Kosten im deutschen Teilladungsverkehr (LTL) steigen weiter – trotz stagnierender Sendungsmengen
Eine neue Analyse des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) zeigt: Im zweiten Halbjahr 2025 stiegen die sendungsbezogenen Ausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent. Die Branche gerät zunehmend unter Druck, da Effizienzgewinne mit den wachsenden Kosten nicht Schritt halten können.
Laut dem aktuellen DSLV-Kostenindex für LTL-Spediteure stellen die Personalkosten die größte Belastung dar. Löhne und Gehälter machen mittlerweile 51 Prozent aller Sendungskosten aus – ein Anstieg um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Betriebskosten kletterten um 4,2 Prozent und beanspruchen nun 33 Prozent der Gesamtausgaben.
Besonders stark stieg der Aufwand für die Palettenabwicklung: Hier erhöhten sich die Kosten um 6,4 Prozent, getrieben von einem Preissprung bei Paletten um 21 Prozent. Maut- und Spritkosten blieben hingegen weitgehend stabil und dämpften so den Gesamtanstieg etwas.
Die Studie umfasste 15 Umschlagterminals – zwei mehr als im vorherigen Erhebungszeitraum. Dennoch sank die durchschnittliche Sendungszahl pro Depot um 3,3 Prozent. Der DSLV warnt, dass interne Effizienzmaßnahmen allein nicht ausreichen dürften, um den finanziellen Druck auf den Sektor abzufedern.
Fazit: Die LTL-Branche in Deutschland kämpft mit steigenden Kosten bei Personal, Betrieb und Palettenlogistik. Bei leicht rückläufigen Sendungsvolumina fällt es Unternehmen zunehmend schwerer, die Ausgaben im Gleichgewicht zu halten. Die DSLV-Ergebnisse deuten darauf hin, dass weitere Anpassungen nötig sein werden, um die Stabilität in den kommenden Monaten zu wahren.






