Markgräflerland bekommt neues ÖPNV-Netz mit dichteren Takten und Basel-Anbindung
Emil NeumannMarkgräflerland bekommt neues ÖPNV-Netz mit dichteren Takten und Basel-Anbindung
Landkreis Lörrach plant umfassende Reform des ÖPNV-Netzes im Markgräflerland
Der Landkreis Lörrach steht vor einer grundlegenden Neugestaltung seines öffentlichen Nahverkehrs im Markgräflerland. Die Änderungen bringen dichtere Takte, neue Linien und bessere Anbindungen an Basel mit sich. Ziel der Verantwortlichen ist es, das System zu vereinfachen und Umstiege für Fahrgäste in der gesamten Region zu erleichtern.
Das überarbeitete Netz soll am 13. Dezember 2026 an den Start gehen und zunächst für fünf Jahre betrieben werden. Die Linien 200 und 265 werden künftig bis zum Basler Claraplatz verlängert, während die Linie 200 eine geänderte Route durch die Weil am Rheiner Innenstadt nehmen wird. Auch die Linie 255 profitiert von den Anpassungen: Sie verkehrt montags bis freitags im Stundentakt und verbindet dann Efringen-Kirchen, Eimeldingen und Rümmingen mit Lörrach.
Die Kreisverwaltung veranschlagt die Kosten auf 4,45 Euro pro geplanten Kilometer. Für den Landkreis Lörrach ergibt sich daraus ein voraussichtlicher Zuschussbedarf von rund 4,261 Millionen Euro im Jahr 2027. Ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus soll den Zuschlag erhalten – vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung.
Zu den neuen Vorgaben gehört, dass bis Dezember 2026 alle Fahrzeuge des Landkreises mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet sein müssen. Der Kreistag wird den Linienbündelvertrag sowie den aktualisierten Nahverkehrsplan am 18. März 2023 endgültig beschließen. Zudem soll der Schülerverkehr künftig besser in den regulären Fahrplan integriert werden.
Das reformierte Netz verspricht häufigere Busverbindungen, erweiterte Linien und stärkere Anbindungen an Basel. Mit Investitionen von über 4 Millionen Euro pro Jahr unterstreicht der Landkreis sein Engagement für eine attraktivere ÖPNV-Infrastruktur. Die erste Betriebsphase läuft bis 2031; weitere Anpassungen sind je nach Nachfrage möglich.