Medienanwalt Schertz attackiert NDR und ARD wegen angeblicher Voreingenommenheit in Talkshow Caren Miosga
Sebastian HoffmannMedienanwalt Schertz attackiert NDR und ARD wegen angeblicher Voreingenommenheit in Talkshow Caren Miosga
Ein Rechtsstreit zwischen dem Medienanwalt Christian Schertz und den öffentlich-rechtlichen Sendern NDR und ARD hat sich wegen Vorwürfen der Voreingenommenheit in der Talkshow Caren Miosga zugespitzt. Die Redaktion der Sendung weist die Anschuldigungen entschieden zurück und betont, dass ihre Berichterstattung den Grundsätzen eines verantwortungsvollen Journalismus folge. Im Mittelpunkt des Konflikts steht der anhaltende Streit zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und dem Komiker Christian Ulmen.
Auslöser der Kontroverse war die Ankündigung von Caren Miosga, eine Folge mit Fernandes und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu zeigen – Ulmen jedoch nicht einzuladen. Schertz, der Ulmen vertritt, warf der Sendung einseitige Berichterstattung und rechtliche Mängel in der Behandlung des Falls vor. Er argumentierte, dass die Ausgrenzung Ulmens gegen die Prinzipien der Fairness und der Rechtsstaatlichkeit verstoße.
Schertz behauptete zudem, er habe angeboten, selbst an der Sendung teilzunehmen, um Ulmens Perspektive darzulegen, sei jedoch abgelehnt worden. Das Team von Caren Miosga wies die Vorwürfe zurück und betonte, die Berichterstattung sei ausgewogen und entspreche journalistischen Standards. Die Folge behandle ein gesellschaftlich relevantes Thema mit der gebotenen Sorgfalt.
Über den Talkshow-Streit hinaus hat Schertz auch Der Spiegel wegen dessen Berichterstattung über den Fall Fernandes-Ulmen kritisiert. Er bezeichnete die Darstellung eines Vorfalls auf Mallorca als unvollständig und kündigte rechtliche Schritte gegen das Magazin an. Zudem wies Schertz die Behauptung von Der Spiegel zurück, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet, und nannte den Vorwurf haltlos.
Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen anwaltlicher Vertretung und Medienberichterstattung in einem viel beachteten Streitfall. Schertz' Androhung von Klagen gegen sowohl Caren Miosga als auch Der Spiegel lässt erwarten, dass die Auseinandersetzung vor Gericht weitergehen wird. Die Talkshow hingegen bleibt bei ihrer Position, dass die Folge journalistischen und rechtlichen Maßstäben gerecht werde.






