16 March 2026, 20:09

Müller mischt sich in Baden-Württembergs Koalitionsstreit nach der Wahl 2026 ein

Ein deutscher Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen zur Partei.

Müller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Müller mischt sich in Baden-Württembergs Koalitionsstreit nach der Wahl 2026 ein

Theo Müller, Gründer des Molkereiimperiums Müller, hat sich zur Regierungsbildung in Baden-Württemberg nach der Landtagswahl 2026 geäußert. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bündnis 90/Die Grünen und die CDU mit jeweils 56 Sitzen gleichauf liegen, während die AfD deutliche Zugewinne verzeichnen konnte. Müllers Stellungnahme verleiht der Debatte über mögliche Koalitionen zusätzliches Gewicht.

Die Wahlergebnisse zeigten ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Die Grünen erreichten 30,2 Prozent der Stimmen, die CDU folgte knapp dahinter mit 29,7 Prozent. Beide Parteien errangen 56 Sitze, während die AfD auf 18,8 Prozent und damit 35 Mandate hochschnellte. Die SPD übersprang mit 5,5 Prozent knapp die Fünf-Prozent-Hürde, während FDP und Die Linke aus dem Landtag ausscheiden.

Müller kritisierte die Idee einer Zusammenarbeit der CDU mit den Grünen und argumentierte, die Partei dürfe sich nicht "zur zweiten Geige" von Cem Özdemir machen. Stattdessen schlug er eine "schwarz-blaue" Koalition aus CDU und AfD vor. Seine Haltung folgt auf frühere Treffen mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel, die er als "Freundin" bezeichnet hatte.

In seinen jüngsten Äußerungen lobte Müller zudem den Spitzenkandidaten der AfD im Land, Markus Frohnmaier. Seine Aussagen spiegeln die wachsende Diskussion über mögliche Bündnisse in einer zersplitterten politischen Landschaft wider.

Die Wahl hat Baden-Württemberg ohne klare Mehrheit zurückgelassen und zwingt die Parteien, Koalitionsoptionen auszuloten. Müllers Unterstützung für ein Bündnis aus CDU und AfD erhöht den Druck auf konservative Spitzenpolitiker, die Rechtspopulisten als potenziellen Partner in Betracht zu ziehen. Das Ergebnis wird die Landesregierung für die kommende Legislaturperiode prägen.

Quelle