Nach tödlichem Angriff: Bahnpersonal fordert mehr Schutz und zweiköpfige Teams
Sebastian HoffmannNach tödlichem Angriff: Bahnpersonal fordert mehr Schutz und zweiköpfige Teams
Nach einem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter mehren sich die Forderungen nach mehr Sicherheit im Schienenverkehr. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) drängt auf strengere Vorschriften, während Verkehrsminister über neue Sicherheitsmaßnahmen beraten. Die Deutsche Bahn hat bereits Körperkameras für das Personal eingeführt und die Ausweiskontrollen für Kontrolleure abgeschafft.
Die von Martin Burkert geführte EVG fordert zweiköpfige Teams in allen Zügen, um die Mitarbeiter besser zu schützen. Burkert warnte, dass die Gewalt gegen Beschäftigte im Kundenkontakt zunehme. Gewerkschaften unterstützen diesen Schritt und argumentieren, dass dadurch die Risiken für Zugbegleiter verringert würden.
Unterdessen lehnte die Verkehrsministerkonferenz eine bundesweite Regelung für zweiköpfige Teams ab. Stattdessen befürworten die Minister ein Verbot von Waffen und Messern im Personenverkehr. Zudem laufen Diskussionen über eine verbesserte Überwachung an Bahnhöfen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder plant, die neuen Maßnahmen bis Ende April zu prüfen. Zwar lehnen die Minister starre Personalvorgaben ab, begrüßen jedoch die jüngsten Sicherheitsverbesserungen der Deutschen Bahn. Die Änderungen der Bahn – darunter die Einführung von Körperkameras und der Verzicht auf Ausweiskontrollen – sollen die Sicherheit des Personals erhöhen. Die Entscheidung der Minister lässt Spielraum für regionale Lösungen, sieht aber von einheitlichen Teamregelungen ab. Eine Überprüfung der Maßnahmen wird in den kommenden Wochen erwartet.






