"Neue Generation" fordert mit Volksparlamenten die Politik heraus – jetzt geht es um Bildung
Amelie Hoffmann"Neue Generation" fordert mit Volksparlamenten die Politik heraus – jetzt geht es um Bildung
Bürgerbewegung "Neue Generation" fordert mit "Volksparlamenten" die etablierte Politik heraus
Die Basisbewegung Neue Generation hat eine Reihe sogenannter Volksparlamente ins Leben gerufen, um die traditionelle Politik in Frage zu stellen. Bei ihrer jüngsten Veranstaltung in Halle stand das Thema Bildung im Mittelpunkt: Anwohner diskutierten über Kita- und Schulpolitik. Die Organisatoren beschreiben die Treffen als einen Weg, echte Demokratie ohne Lobbyeinfluss zu gestalten.
Das Halle-Event fand an einem Wochenende statt, bei dem Bürger erörterten, wie städtische Mittel stärker für Bildung priorisiert werden sollten. Statt Sparmaßnahmen forderten die Teilnehmer, dass Sonderhaushalte in Schulen und Kinderbetreuung umgeschichtet werden. Ihre Vorschläge sollen nun Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin Halles, vorgelegt werden – nachdem die Gruppe ein offizielles Gespräch durchsetzen konnte.
Johanna Tomat, die Hauptorganisatorin, hob die ungewöhnliche Atmosphäre der Veranstaltung hervor. Sie sprach von einer spürbaren gemeinsamen Energie und einem gleichberechtigten Austausch unter den Teilnehmern, unabhängig von ihrer Herkunft. Mitorganisator Carroll pflichtete ihr bei und betonte, wie die Diskussionen Solidarität und gegenseitiges Verständnis stärkten.
Neue Generation positioniert diese Parlamente als direkte Alternative zum Deutschen Bundestag. Ziel sei es, die Gesellschaft präziser abzubilden als gewählte Gremien. Der nächste Schritt der Bewegung ist ein bundesweites, digitales "Offenes Volksparlament" vom 17. bis 19. April 2026, bei dem gesamtgesellschaftliche Themen im Fokus stehen.
Aus dem Halle-Treffen gingen konkrete Forderungen nach mehr Bildungsfinanzierung hervor, die nun von lokalen Verantwortlichen geprüft werden. Mit dem geplanten bundesweiten Online-Event 2026 treibt Neue Generation weiter die partizipative Demokratie voran. Ihr Ansatz zielt darauf ab, klassische politische Strukturen zu umgehen und Bürgern eine direkte Stimme zu geben.






