Neustadt an der Saale wählt neuen Oberbürgermeister nach 29 Jahren Rebhan-Ära
Sebastian HoffmannNeustadt an der Saale wählt neuen Oberbürgermeister nach 29 Jahren Rebhan-Ära
Neustadt an der Saale wählt nach 29 Jahren unter Frank Rebhan neuen Oberbürgermeister
Dominik W. Heike von der CSU hat sich im zweiten Wahlgang klar durchgesetzt. Das Ergebnis markiert das Ende von Rebahns langer Amtszeit als dienstältester Oberbürgermeister einer großen Kreisstadt in Deutschland.
Frank Rebhan (SPD) hatte die Stadt seit 1995 geführt. Bei der Stichwahl am Sonntag erhielt er 40,1 Prozent der Stimmen und unterlag damit Heike, der auf 59,9 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,3 Prozent.
Die Wahl spiegelt tiefgreifende Verschiebungen in der politischen Landschaft der Stadt wider. Zwar bleibt die CSU im Stadtrat die dominierende Kraft, doch verlor sie 2020 leicht an Sitzstärke und kommt nun auf acht Mandate. Die SPD hingegen hat weiter an Einfluss eingebüßt und hält nur noch drei Sitze – ein Verlust von einem Sitz im Vergleich zur vorherigen Wahl. Kleinere Parteien wie die Freien Wähler und die Grünen konnten hingegen zulegen: Die Freien Wähler errangen sechs Sitze, die Grünen vier – jeweils ein Sitz mehr als zuvor.
Bereits 2020 war mit Michael Werner (Freie Wähler) in der Nachbarstadt Bad Neustadt ein Zeichen für veränderte Wählerpräferenzen gesetzt worden. Diesmal sicherte sich jedoch mit Heike die CSU den Spitzenposten in Neustadt an der Saale.
Heike wird nun Rebhan als Oberbürgermeister ablösen und damit eine fast drei Jahrzehnte währende Ära beenden. Der Sieg der CSU festigt ihre Position in der Stadt, trotz jüngerer Verluste im Stadtrat. Die SPD steht derweil vor weiteren Herausforderungen, nachdem sie ihre langjährige Führungsrolle verloren hat.






