Oberasbach erhöht Steuern und kürzt Ausgaben – Haushalt 2026 beschlossen
Mila SimonOberasbach erhöht Steuern und kürzt Ausgaben – Haushalt 2026 beschlossen
Oberasbach beschließt Haushalt 2026 nach monatelangen zähen Verhandlungen
Nach monatelangen angespannten Diskussionen hat Oberasbach den Haushalt für 2026 verabschiedet. Der Plan sieht Steuererhöhungen für Grundbesitzer und Ausgabenkürzungen vor, um einen finanziellen Kollaps abzuwenden. Landeshilfen aus München wurden ausgeschlossen, sodass die Stadt die Haushaltskrise aus eigener Kraft lösen muss.
Der Stadtrat finalisierte den Haushaltsentwurf Ende Februar 2026 nach langwierigen Verhandlungen. Ohne externe Unterstützung mussten die Verantwortlichen Wege finden, die Finanzen intern zu stabilisieren. Die Entscheidung hing davon ab, strenge rechtliche Vorgaben der Aufsichtsbehörde des Landkreises zu erfüllen.
Grundbesitzer müssen mit höheren Belastungen rechnen, da der Hebesatz der Grundsteuer B auf 690 Punkte steigt. Die Erhöhung betrifft alle bebauten und bebaubaren Grundstücke, während landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen ausgenommen bleiben. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Konsolidierungsstrategie, um Lücken im Haushaltsplan zu schließen.
Um Ausgaben zu senken, strich der Rat geplante Sanierungsarbeiten an der Jahnhalle. Dennoch wurden Mittel für den Ausbau der Ganztagesbetreuung an der Pestalozzi-Schule gesichert, sodass die Bauarbeiten sofort beginnen können. Zudem setzt der Haushalt auf Investitionskredite, um die Zahlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten.
Die finanziellen Probleme Oberasbachs resultieren aus jahrelangen defizitären Haushalten. Da keine Landesrettung in Aussicht steht, zielen die neuen Maßnahmen darauf ab, weitere Fehlbeträge zu vermeiden und gleichzeitig grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.
Der beschlossene Haushalt sieht höhere Steuern und gekürzte Ausgaben vor, um das finanzielle Defizit Oberasbachs zu verringern. Während der Ausbau der Pestalozzi-Schule wie geplant umgesetzt wird, wurden andere Projekte wie die Sanierung der Jahnhalle verschoben. Die Änderungen treten 2026 in Kraft und wirken sich direkt auf Grundbesitzer und städtische Leistungen aus.






