Ökonom Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform
Emil NeumannÖkonom Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform
Der Ökonom Jens Südekum fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener, um die geplante Einkommensteuerreform zu finanzieren. Ohne solche Maßnahmen sei eine dauerhafte Entlastung für Gering- und Mittelverdiener seiner Ansicht nach nicht machbar. Zu seinen Vorschlägen gehören zudem der Abbau von Bürokratie sowie die Ablehnung pauschaler Sparmaßnahmen als Lösung.
Südekum betont, dass eine stärkere Besteuerung von Vermögen und hohen Einkommen ein realistischer Weg sei, um die Reform zu finanzieren. Eine Senkung der Steuersätze in den unteren Einkommensstufen würde hingegen die Staatseinnahmen mindern. Ohne zusätzliche Mittel, so seine Warnung, könne die Entlastung für normale Arbeitnehmer nicht gesichert werden.
Bedenken, dass höhere Steuern Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen belasten würden, weist er zurück. Diese Unternehmen hätten bereits jetzt die Möglichkeit, sich im Rahmen des bestehenden "Optionsmodells" wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen. Auch allgemeine Forderungen nach Sparpolitik lehnt Südekum ab – konkrete Einsparvorschläge stünden bisher aus.
Um den Prozess zu erleichtern, schlägt er eine Vereinfachung der Übergangsregelungen vor. Dadurch ließe sich seiner Meinung nach überflüssige Bürokratie abbauen, während die Finanzierbarkeit der Reform gewährleistet bleibe.
Im Kern zielen Südekums Pläne darauf ab, durch eine stärkere Besteuerung der Wohlhabendsten die Entlastung für untere und mittlere Einkommen abzusichern. Ohne gezielte Steuererhöhungen für Spitzenverdiener drohe die Reform seiner Einschätzung nach am fehlenden Geld zu scheitern. Zudem empfiehlt er, Verwaltungsabläufe zu straffen, um die Umstellung effizienter zu gestalten.






