Männer greifen Bus-Fahrkartenkontrolleure in Pforzheim an - Pfefferspray-Attacke auf Kontrolleure an Pforzheimer Bushaltestelle
Zwei Kontrolleure bei Angriff an Bushaltestelle in Pforzheim verletzt
Am Freitagnachmittag sind zwei Fahrkartenkontrolleure an einer Bushaltestelle in Pforzheim angegriffen worden. Die Täter setzten Pfefferspray und körperliche Gewalt ein, bevor sie flüchteten. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, da beide Angreifer weiterhin auf freiem Fuß sind.
Der Vorfall ereignete sich, als drei Kontrolleure einen Bus betreten wollten. Zwei Männer versuchten, die Ticketkontrolle zu umgehen, stießen die Beamten zu Boden und attackierten einen von ihnen mit Faustschlägen ins Gesicht. Anschließend sprühten sie Pfefferspray gegen die Opfer.
Die Verletzten erlitten leichte Verletzungen und wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Ermittler gehen von einer gefährlichen Körperverletzung aus.
Der Angriff reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung von Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr ein. Erst im Februar war ein Zugbegleiter in Aachen bei einem tödlichen Angriff getötet worden, woraufhin die Deutsche Bahn verschärfte Sicherheitsmaßnahmen einleitete. Dazu gehörten die Entsendung von über 1.000 zusätzlichen Sicherheitskräften, Schulungen für Mitarbeiter in Deeskalationstechniken sowie die Installation von Notfallknöpfen in Zügen. Zudem verschärfte die Bundesregierung im März 2026 die Strafen für Gewalt gegen Verkehrsmitarbeiter mit einem neuen Gesetz.
Bisher gab es keine Festnahmen, die Ermittlungen laufen weiter. Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Der Vorfall unterstreicht, dass Beschäftigte im Verkehrssektor trotz der jüngsten Sicherheitsverbesserungen weiterhin erheblichen Risiken ausgesetzt sind.