21 March 2026, 22:07

Ramadan-Fest endet mit Gebet in Stuttgart und Lichtkunst in München

Große Menschenmenge versammelt sich vor einem Gebäude mit bunten Dekorationen und Text während des Mabuhay-Festivals in den Philippinen, einige tragen Kappen und halten Flaschen, andere sitzen auf der Straße, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Ramadan-Fest endet mit Gebet in Stuttgart und Lichtkunst in München

Zwei deutsche Großstädte haben in dieser Woche das Ende des Ramadan auf sehr öffentliche Weise begangen. In Stuttgart versammelten sich rund 3.000 Muslime zu einem großen Freiluftgebet, das zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Unterdessen erstrahlte in München das historische Alte Rathaus mit einer mehrsprachigen Lichtinstallation zum "Frohen Eid-Fest" – Teil einer breiter angelegten Initiative gegen antimuslimischen Rassismus.

Die Feierlichkeiten in Stuttgart fanden am 20. März 2026 statt und zogen etwa 3.000 Menschen an. Der Gebetsteil dauerte zwar nur rund eine Stunde, doch die eigentlichen Störungen folgten im Anschluss: Als die Teilnehmer gleichzeitig den Veranstaltungsort verließen, kam es zu massiven Staus in der Rushhour. Die Polizei musste Verstärkung anfordern, um die Lage zu bewältigen – die Behörden waren erst kurzfristig über die Großveranstaltung informiert worden. Mehrere Straßen wurden vorübergehend gesperrt, in manchen Abschnitten kam der Verkehr komplett zum Erliegen.

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München setzte hingegen auf ein symbolträchtiges Zeichen: Die Fassade des Alten Rathauses wurde mit einer Lichtprojektion illuminiert, die "Frohes Eid-Fest" in 13 Sprachen zeigte. Die Aktion sollte als Ausdruck von Offenheit und Sichtbarkeit für die muslimischen Bürger der Stadt stehen. Grundlage war ein 2024 gefasster Stadtratsbeschluss mit dem Titel "Gegen antimuslimischen Rassismus – Demokratie stärken". Vertreter der Stadt betonten, die Installation solle den festen Platz der muslimischen Gemeinschaft im kulturellen Leben Münchens würdigen.

Die Ereignisse in beiden Städten unterstreichen die wachsende öffentliche Präsenz muslimischer Traditionen in Deutschland. Während die Versammlung in Stuttgart für Verkehrschaos sorgte und die Polizei zum Eingreifen zwang, wurde die Münchner Lichtprojektion zu einem sichtbaren Bekenntnis für Inklusion – eingebettet in die laufenden kommunalen Bemühungen gegen Diskriminierung.

Quelle