16 April 2026, 16:10

Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025: Leichter Rückgang trotz stabiler Dienstleistungen und Landwirtschaft

Alte Karte des britischen Empire im 19. Jahrhundert, die das Königreich Sachsen-Anhalt mit gedrucktem Text auf altem Papier zeigt.

Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025: Leichter Rückgang trotz stabiler Dienstleistungen und Landwirtschaft

Sachsen-Anhalts Wirtschaft stand 2025 vor Herausforderungen und verzeichnete einen leichten Rückgang der Gesamtleistung. Die Wirtschaftsleistung des Landes sank real um 0,2 Prozent und blieb damit sowohl hinter dem Bundesdurchschnitt als auch dem Durchschnitt Ostdeutschlands zurück. Einige Branchen zeigten sich jedoch widerstandsfähig trotz des allgemeinen Abschwungs.

Besonders schwer hatte es der verarbeitende Sektor: Die Produktion brach um 2,7 Prozent ein – ein deutlich stärkerer Rückgang als im Bundesschnitt von 0,8 Prozent. Schlüsselsektoren wie Automobilzulieferer, Chemie, Metallwaren sowie Gummi- und Kunststofferzeuger verzeichneten Umsatzrückgänge. Auch die verarbeitende Industrie insgesamt schrumpfte um 1,8 Prozent (Bundesdurchschnitt: –1,0 Prozent).

Ebenso schwächelte die Bauwirtschaft: Die Bruttowertschöpfung ging um 3,0 Prozent zurück und lag damit leicht unter dem bundesweiten Rückgang von 2,9 Prozent. Doch nicht alle Bereiche entwickelten sich negativ. Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei wuchsen um 0,8 Prozent und übertrafen damit das bundesweite Plus von 0,5 Prozent. Der Dienstleistungssektor legte um 0,9 Prozent zu (Bundesdurchschnitt: +0,6 Prozent).

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Die Arbeitsproduktivität stieg leicht um 0,4 Prozent – minimal besser als der bundesweite Anstieg von 0,3 Prozent. Nominal erreichte Sachsen-Anhalts Bruttoinlandsprodukt (BIP) 81,8 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 2,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Insgesamt schrumpfte die Wirtschaft Sachsen-Anhalts 2025 real und blieb hinter der gesamtdeutschen Entwicklung sowie dem ostdeutschen Durchschnitt zurück. Während das Verarbeitende Gewerbe und die Bauwirtschaft Rückschläge hinnehmen mussten, stabilisierten Landwirtschaft und Dienstleistungen die Konjunktur. Das nominale BIP-Wachstum spiegelte jedoch einen moderaten Anstieg der gesamten Wirtschaftsleistung wider.

Quelle