16 April 2026, 00:15

Schulgewalt in Deutschland: Streit über Ursachen und Lösungen des besorgniserregenden Trends

Plakat für die deutsche Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone mit Text zeigt.

Schulgewalt in Deutschland: Streit über Ursachen und Lösungen des besorgniserregenden Trends

Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen haben laut Abgeordneten mehrerer Parteien stark zugenommen. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, bestätigte diesen Trend, wies jedoch Vorwürfe zurück, die ihn mit Migration in Verbindung bringen. Unterdessen forderte die AfD eine strengere Erfassung von Vorfällen und machte Versäumnisse in der Bildungspolitik für das wachsende Problem verantwortlich.

Esken nannte das Fehlen von Konfliktlösungsprogrammen als Hauptgrund für die zunehmende Schulgewalt. Sie lehnte die These ab, Migration spiele dabei eine Rolle, und verwies stattdessen auf strukturelle Defizite im Bildungssystem. Ihre Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund von Polizeiberichten, die in allen Bundesländern einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Zwischenfälle zeigen.

Fast jeder fünfte Schüler in Deutschland ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen – ein weiterer Grund zur Sorge um die Sicherheit an Schulen. Eskens Position wurde von Vertretern von Union, Grünen und Linken unterstützt, die der AfD vorwarfen, das Problem zu vereinfachen. Zwar erkannten sie die Dringlichkeit an, bestritten jedoch, dass Migration im Mittelpunkt der Lösung stehen sollte.

Die AfD, vertreten durch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch, warf Esken vor, die Schwere der Schulgewalt herunterzuspielen. Die Partei schlug eine systematische Erfassung von Vorfällen sowie Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing vor. Die Anträge wurden zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

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Die Debatte über Gewalt an Schulen bleibt umstritten, wobei die Parteien uneins über Ursachen und Lösungen sind. Die Forderungen der AfD nach schärferer Überwachung werden nun in den Ausschüssen geprüft. Unterdessen setzt der Anstieg von Mobbing und Angriffen Schulen und Politiker weiter unter Handlungsdruck.

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