26 April 2026, 06:10

SPD fordert radikale Wende: Pharmafirmen sollen mehr für die Gesundheitsreform zahlen

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Einsparungen, die Steuerzahler durch Verhandlung niedrigerer Arzneimittelpreise durch Medicare erzielen werden" mit einem Logo.

SPD fordert radikale Wende: Pharmafirmen sollen mehr für die Gesundheitsreform zahlen

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf drängt auf weitreichende Änderungen bei der Gesundheitsreform in Deutschland. Er fordert, dass Pharmaunternehmen einen größeren Teil der Kosten tragen sollten, statt die Last auf die Patienten abzuwälzen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) Signalbereitschaft zeigt, die aktuellen Sparpläne anzupassen.

Klüssendorf kritisierte den Reformentwurf als ungerecht. Höhere Zuzahlungen, Leistungskürzungen und Druck auf das Krankengeld würden vor allem diejenigen treffen, die bereits am meisten in das System einzahlen, warnte er. Besonders Familien bräuchten stärkeren Schutz, betonte er.

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Ein zentraler Punkt seiner Forderungen ist die Preispolitik bei Medikamenten. Deutschland gebe pro Kopf mehr für Arzneimittel aus als jedes andere europäische Land, so Klüssendorf. Er verlangt strengere Kontrollen, wie Pharmafirmen ihre Preise festsetzen, und besteht darauf, dass sie sich fair an der Stabilisierung des Gesundheitssystems beteiligen müssen.

Warken hingegen hält am ursprünglichen Sparziel fest. Gleichzeitig zeigt sie sich offen für alternative Vorschläge – vorausgesetzt, sie erfüllen dieselben finanziellen Vorgaben. Die Bereitschaft der Ministerin deutet auf mögliche Verhandlungen in der kommenden Zeit hin.

Im Mittelpunkt der Debatte steht nun die Frage, wer die Kosten der Gesundheitsreform tragen soll. Klüssendorfs Forderung nach Obergrenzen für Medikamentenpreise steht im Widerspruch zu Warkens festem Sparziel. Jede Änderung wird abwägen müssen zwischen finanziellen Zielen und einer gerechteren Kostenbeteiligung der Pharmaindustrie.

Quelle