26 March 2026, 08:10

Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papier-Rezepte digital über Scanacs ab

Apotheken-Schild mit der Aufschrift "Die Generik-Apotheke" in einer urbanen Umgebung mit Gebäuden, Fahrzeugen und einem klaren Himmel.

Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papier-Rezepte digital über Scanacs ab

Apotheke in Stuttgart rechnet erstmals Papier-Rezepte über Scanacs mit der AOK Baden-Württemberg ab

Eine Apotheke in Stuttgart hat als erste Papier-Rezepte über die Plattform Scanacs mit der AOK Baden-Württemberg abgerechnet. Dies folgt auf jüngste Änderungen im Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV), die zum 1. Januar 2023 in Kraft getreten sind.

Der aktualisierte AVV schreibt vor, dass alle Apotheken ein einheitliches Abrechnungsverfahren anwenden müssen. Ihnen stehen nun zwei Optionen zur Verfügung: die Abrechnung selbst durchführen oder ein Clearingzentrum wie Scanacs nutzen. Mit dieser Anpassung soll die Bearbeitung und Bezahlung von Rezepten vereinfacht werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Januar rechnete die Stuttgarter Apotheke erfolgreich Rezepte im Wert von 80.000 Euro über Scanacs ab – darunter befand sich ein einzelnes Papier-Rezept mit einem Volumen von 40.000 Euro. Die Plattform unterstützt zudem E-Rezepte, die direkt über die Apo-TI-Schnittstelle zur Abrechnung übermittelt werden.

Das neue System führt eine monatsmittige Abrechnung ein, was bereits weitere Apotheken dazu bewegt hat, sich an Scanacs anzuschließen. Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete die erste erfolgreiche Abrechnung als Meilenstein. Das Unternehmen plant, den Prozess bis zum Ende der Übergangsphase weiter zu optimieren, damit er zur Routine wird.

Die Nutzung von Scanacs durch die Stuttgarter Apotheke markiert den ersten Fall, in dem Papier-Rezepte nach dem überarbeiteten AVV auf diese Weise abgerechnet wurden. Da nun auch die monatsmittige Abrechnung möglich ist, könnten künftig mehr Apotheken auf die Plattform umsteigen. Bisher bleibt das System jedoch auf die AOK Baden-Württemberg beschränkt – eine Ausweitung auf andere Regionen oder Krankenkassen ist derzeit nicht geplant.

Quelle