"Theaterformen" in Braunschweig: Gerechtigkeit hinter Gittern und auf der Bühne
Sebastian Hoffmann"Theaterformen" in Braunschweig: Gerechtigkeit hinter Gittern und auf der Bühne
Theaterfestival "Theaterformen" in Braunschweig: Justiz und Gesellschaft auf der Bühne
Dieses Jahr wird Braunschweig Schauplatz des Festival Theaterformen, einer bedeutenden Veranstaltung, die sich mit den Themen Gerechtigkeit und Gesellschaft durch Theater auseinandersetzt. Das elf Tage dauernde Programm findet an zwei zentralen Orten statt: dem Staatstheater Braunschweig und dem ehemaligen Gefängnis Rennelberg. Erstmals öffnet die historische Haftanstalt im Rahmen des Festivalsprojekts NO PRISON ihre Tore für die Öffentlichkeit.
Vom 1. bis 11. Juni präsentiert das Festival 14 Produktionen von Künstler:innen aus 14 Ländern. Neun dieser Werke – darunter eine Weltpremiere – werden im Staatstheater Braunschweig aufgeführt. Gleichzeitig feiern fünf ortsspezifische Neuinszenierungen im ehemaligen Gefängnis Rennelberg Premiere und bieten dem Publikum ein einzigartiges Erlebnis zwischen den historischen Mauern.
Ein Festivalrundgang führt Besucher:innen durch das Gefängnis und ergänzt die Aufführungen. Neben dem Hauptprogramm findet auf dem Gefängnisgelände ein umfangreiches Begleitprogramm statt, das die immersive Atmosphäre des Festivals verstärkt.
Im Mittelpunkt steht das Thema Gerechtigkeit – jede Produktion setzt sich auf künstlerische Weise mit gesellschaftlichen Fragen auseinander. Besonders das Projekt NO PRISON verwandelt die ehemalige Haftanstalt in einen Ort der Reflexion über Rechtssysteme, Inhaftierung und Menschenrechte.
Das Festival markiert die erste öffentliche Zugänglichkeit des Gefängnisses Rennelberg und macht aus einer abgeschlossenen Institution eine Plattform für künstlerische Debatten. Mit Aufführungen, Führungen und Begleitveranstaltungen will das Programm das Publikum zum Nachdenken über Gerechtigkeit anregen. Die Veranstalter erwarten, dass die Verbindung von Theater und historischem Ort ein unvergessliches Erlebnis für die Besucher:innen schafft.






