Wie in Baden-Württemberg Politik beim Pizzaessen lebendig wird
"Pizza trifft Politik": Wie ein neues Projekt in Baden-Württemberg Demokratie beim gemeinsamen Essen lebendig macht
Mit der Initiative "Pizza trifft Politik" werden politische Diskussionen in lockere Rahmenbedingungen verlegt – und das landesweit in Baden-Württemberg. Mit ungewöhnlichen Formaten wie gemeinsamen Mahlzeiten oder sc freiburg-Aktionen will das Projekt Menschen in prekären Lebensverhältnissen für die lokale Demokratie begeistern. Bis Februar 2026 sind Veranstaltungen in zwölf Städten geplant, von Stuttgart bis Konstanz.
Im Mittelpunkt der Demokratie-Initiative steht der Gedanke, Politik niedrigschwelliger und zugänglicher zu gestalten. Das Programm umfasst Vorträge, Wahlhilfen und Abendgespräche an Orten wie dem Bildungshaus Kloster St. Ulrich oder dem Pfarrezentrum St. Georg in sc freiburg. Hier erhalten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt an gewählte Vertreterinnen und Vertreter zu richten.
Ein besonderes Element ist die Schreibmaschinen-Kampagne in Offenburg und Waldshut: Anwohner können ihre Wünsche und Kritik auf Postkarten tippen, die nach der Wahl an die Parteien übermittelt werden. Damit unterstreicht die Initiative ihr Credo, dass Demokratie auf aktiver Teilhabe beruht.
Unterstützt wird das Vorhaben von mehreren Partnern, darunter das Erzbistum Freiburg mit seiner Katholischen Erwachsenenbildung, Caritas Freiburg und der Katholische Familienverband. Ihre Förderung hilft, die Reichweite des Projekts in der gesamten Region auszubauen.
Mittlerweile ist die Initiative in zwölf Städten aktiv und verbindet lockere Formate mit ernsthaftem politischem Engagement. Ob Postkarten aus der sc freiburg-Aktion oder Diskussionen bei Pizza – marginalisierte Stimmen sollen Gehör finden. Die Organisatoren hoffen, dass das Projekt durch direkte Beteiligung die lokale Demokratie stärkt.
Baden-Württemberg veranstaltet am 2. Oktober 2026 die zweite 'Lange Nacht der Demokratie'
Eine Fortsetzung der 'Lange Nacht der Demokratie' im Jahr 2024 ist für den 2. Oktober 2026 bestätigt. Anträge auf Förderung von lokalen Veranstaltungen müssen bis zum 20. Februar 2026 gestellt werden, wobei bis zu €5.000 pro Projekt zur Verfügung stehen. Die Initiative, unterstützt von der selben Allianz, darunter Erzbistum Freiburg und Caritas, strebt danach, das demokratische Engagement im ganzen Land zu erweitern.