ZDK fordert digitale Klimadatenbank statt veralteter Papieretiketten für Autos
Emil NeumannZDK fordert digitale Klimadatenbank statt veralteter Papieretiketten für Autos
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) drängt auf grundlegende Änderungen bei der Bereitstellung von Fahrzeuginformationen für Autokäufer. Die Vereinigung fordert eine vollständige Reform des aktuellen Systems und schlägt eine digitale "Klimadatenbank" als Ersatz für veraltete Papieretiketten vor. Dies erfolgt als Reaktion auf eine bevorstehende EU-Verordnung, die im Dezember 2025 in Kraft treten soll.
Im Mittelpunkt des ZDK-Vorschlags steht eine zentrale digitale Datenbank, die von den Herstellern gepflegt wird. Sie soll detaillierte Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Emissionen und anderen fahrzeugspezifischen Daten liefern. Die Europäische Kommission könnte dieses System überwachen, um Transparenz und Genauigkeit zu gewährleisten.
Kunden hätten über QR-Codes in Autohäusern oder Terminals für Nutzer ohne Smartphone Zugang zu den Informationen. Die Datenbank wäre kostenfrei nutzbar und würde Käufern ermöglichen, Modelle zu vergleichen und die Daten mit ihren Fahrgewohnheiten abzugleichen. ZDK-Präsident Burkhard Weller kritisierte die aktuellen papierbasierten Etiketten als unwirksam und forderte die Kommission auf, die digitale Alternative zu übernehmen.
Das neue System könnte auf einer bestehenden Datenstruktur der DAT, eines deutschen Anbieters von Kraftfahrzeugdaten, aufbauen. Durch die Verlagerung der Verantwortung auf die Hersteller argumentiert der ZDK, dass sich die Qualität der Informationen verbessern und das Risiko für Verbraucher verringern würde. Der Plan sieht zudem vor, traditionelle Papieretiketten in Ausstellungsräumen vollständig abzuschaffen.
Falls der Vorschlag angenommen wird, würde die digitale Datenbank das aktuelle Kennzeichnungssystem bis zum EU-Stichtag 2025 ersetzen. Händler wären dann nicht mehr auf gedruckte Unterlagen angewiesen, und Kunden hätten direkten Zugang zu geprüften Fahrzeugdaten. Die Entscheidung der Kommission wird darüber bestimmen, ob der Vorschlag als Teil der geänderten Verordnung umgesetzt wird.






