08 June 2026, 08:07

30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt sichere Radwege und mehr Investitionen

30.000 Menschen bei Fahrrad-Demonstration

30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt sichere Radwege und mehr Investitionen

Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer gingen am Sonntag in Berlin bei der jährlichen Sternfahrt auf die Straße. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung forderte bessere Radinfrastruktur in der gesamten Stadt. Mehrere Hauptverkehrsadern, darunter Abschnitte der Autobahnen Avus A115 und A100, wurden für die Demonstration zeitweise gesperrt.

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Bei der Protestfahrt versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an etwa 20 verschiedenen Startpunkten und trafen sich am Großen Stern, dem Kreisverkehr in der Nähe der Siegessäule, zu einer koordinierten Kundgebung. Die Sternfahrt, die jährlich vom ADFC Berlin veranstaltet wird, setzt sich für sichere und besser ausgebaute Radwege ein.

Marlene Alber, Politikreferentin des ADFC, meldete sich während der Veranstaltung zu Wort. Sie forderte die Verkehrspolitiker auf, die Kürzungen im Haushalt zu stoppen und stattdessen die Mittel für Radverkehrsprojekte aufzustocken. Alber betonte, wie dringend geschützte und separate Radspuren benötigt werden, um die Sicherheit von Radfahrenden auf stark befahrenen Straßen zu gewährleisten.

Die hohe Teilnehmerzahl unterstrich die wachsende öffentliche Unterstützung für eine bessere Infrastruktur. Durch die temporäre Sperrung wichtiger Verkehrsrouten zeigte die Sternfahrt zudem, wie der Radverkehr das städtische Mobilitätskonzept prägen könnte – vorausgesetzt, er wird entsprechend priorisiert.

Die Sternfahrt lenkte erneut die Aufmerksamkeit auf die Forderungen der Radfahrenden nach verbesserten Bedingungen. Mit 30.000 Teilnehmenden verstärkte die Veranstaltung den Appell, in den Radverkehr zu investieren, statt den Etat zu kürzen. Die Stadtverantwortlichen stehen nun unter erneuten Druck, diesen Forderungen nachzukommen.

Quelle