AfD auf Rekordhoch in NRW: Regierung verliert Zuspruch, Wirtschaftsklima trübt sich ein
Sebastian HoffmannAfD auf Rekordhoch in NRW: Regierung verliert Zuspruch, Wirtschaftsklima trübt sich ein
Stimmungsumschwung in Nordrhein-Westfalen: AfD auf Rekordhoch, Regierung und Wirtschaftsklima verlieren an Zuspruch
In Nordrhein-Westfalen hat sich die öffentliche Meinung in den letzten Monaten deutlich gewandelt. Die rechtspopulistische AfD verzeichnet einen neuen Höchststand, während die Zustimmung zur Landesregierung und das Wirtschaftsklima spürbar eingebrochen sind.
Laut aktuellen Umfragen liegt die AfD nun bei 17 Prozent – ihr bestes Ergebnis in NRW bisher. Damit zieht sie mit der SPD gleich, die drei Prozentpunkte verloren hat und nun nahe an ihrem Tiefststand angelangt ist. Die Grünen legen um zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent, während die FDP auf sechs Prozent kommt und damit erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschreitet.
Ministerpräsident Hendrik Wüsts CDU bleibt zwar stärkste Kraft, verliert aber ebenfalls drei Punkte und kommt nun auf 32 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Zufriedenheit mit der Landesregierung auf 42 Prozent – ein deutlicher Rückgang seit Februar. Die wirtschaftlichen Sorgen nehmen zu: Nur noch 22 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als gut oder sehr gut, ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr.
Auch die Angst vor Arbeitsplatzverlust wächst. Mittlerweile fürchten 16 Prozent der Erwerbstätigen Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als 2023. Als drängendste Probleme nennen die Wähler nun Infrastruktur, öffentlichen Nahverkehr und Verkehr – 31 Prozent sehen hier akuten Handlungsbedarf. Diese Themen haben die Migration als wichtigstes politisches Anliegen überholt.
Der Aufstieg der AfD und der Niedergang der SPD markieren eine spürbare Verschiebung im politischen Kräftefeld NRWs. Wirtschaftliche Verunsicherung und Sorgen um die Infrastruktur scheinen die Stimmung der Wähler zu prägen. Die CDU bleibt zwar vorne, gerät aber zunehmend unter Druck, da die öffentliche Zufriedenheit weiter sinkt.
