03 April 2026, 04:09

AfD-Kampagne zu Messergewalt in Berlin löst heftige Debatten aus

Ein schildförmiges Polizeibadge mit "Polizei Berlin" in fetter schwarzer Schrift auf einem blauen Hintergrund mit einem weißen Stern und Rahmen, das auf einer Oberfläche liegt.

AfD-Kampagne zu Messergewalt in Berlin löst heftige Debatten aus

Die Berliner AfD hat eine umstrittene Kampagne gestartet, die die steigende Messergewalt in der Hauptstadt thematisiert. Ihre neue "Messer-App" zeigt polizeilich erfasste Vorfälle, Verletzungen und Tatorte auf einer interaktiven Karte an. Kritiker, darunter die Linke, werfen der Initiative vor, damit eher Hass gegen Migranten zu schüren als zur öffentlichen Sicherheit beizutragen.

Die Debatte entzündet sich an aktuellen Polizeistatistiken, die für 2024 einen Anstieg der Messerangriffe um 5,5 Prozent ausweisen – bundesweit wurden 3.412 Fälle registriert. Gleichzeitig stieg die Schusswaffenkriminalität 2025 um 68 Prozent an, was die Sorgen über eine zunehmende Gewaltkriminalität weiter verschärft.

Der Berliner Landesverband der AfD behauptet, die neu veröffentlichte Übersicht zu Messerdelikten diene der Forderung nach mehr Transparenz. Fraktionschefin Kristin Brinker wirft der regierenden Koalition vor, zentrale Details – etwa die Nationalitäten der Tatverdächtigen – zurückzuhalten. Die Partei besteht darauf, dass ein Vergleich zwischen Polizeiberichten und offiziellen Kriminalstatistiken eine besorgniserregende Lücke in der Verantwortung offengelegt.

Berlin bleibt eines der wenigen Bundesländer, das die Nationalitäten von Tatverdächtigen bei Messerangriffen nicht veröffentlicht. Zwar erfasste die Polizei 2024 bundesweit 3.412 solche Vorfälle, doch fehlen umfassende Daten darüber, wie viele davon zu Anklagen oder Verurteilungen führten. Einzelne Fälle – wie der eines 20-jährigen Syrers, der 2025 wegen eines Messerangriffs am Holocaust-Mahnmal zu 13 Jahren Haft verurteilt wurde – haben zwar Aufmerksamkeit erregt, doch die größeren Zusammenhänge bleiben unklar.

Die AfD-App erfasst polizeilich gemeldete Messerstraftaten inklusive Verletzungen und Tatorte, doch Gegner brandmarken sie als Angstmache. Die Linke wirft der AfD vor, Kriminalstatistiken gezielt auszunutzen, um fremdenfeindliche Stimmungen zu schüren. Trotz der Kritik hält die Partei daran fest, dass der Druck auf die Koalitionsregierung zur Veröffentlichung detaillierterer Kriminaldaten führen könnte.

Auch die Schusswaffengewalt hat stark zugenommen: 2025 verzeichnete die Polizei einen Anstieg um 68 Prozent. Dieser Trend verstärkt die Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit, doch die AfD konzentriert sich im Wahlkampf weiterhin vorrangig auf das Thema Messerkriminalität.

Die Kampagne der AfD hat die Diskussion über Transparenz in der Kriminalitätsberichterstattung in Berlin weiter angeheizt. Während die Partei für eine vollständige Offenlegung von Tatverdächtigendaten plädiert, warnen Kritiker, dass ihr Vorgehen die gesellschaftliche Spaltung vertiefen könnte. Angesichts steigender Messerangriffe und explodierender Schusswaffengewalt wächst indes der Druck auf eine klarere und umfassendere Kriminalstatistik.

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