03 April 2026, 12:14

Apotheker verliert Approbation nach jahrelangem Abrechnungsbetrug und Hygieneskandal

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen anprangert, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Apotheker verliert Approbation nach jahrelangem Abrechnungsbetrug und Hygieneskandal

Ein Apotheker hat nach jahrelangem Abrechnungsbetrug und Hygieneverstößen seine Approbation verloren. Das Verwaltungsgericht Frankfurt urteilte, sein Handeln habe kriminelle Absicht gezeigt und das öffentliche Vertrauen schwer beschädigt. Die Aufsichtsbehörden entzogen ihm im Februar 2022 nach wiederholten Verstößen die Zulassung.

Der Fall begann 2010, als der Apotheker die bereits wegen Abrechnungsbetrugs untersuchte Apotheke seines Bruders übernahm. Statt die Missstände zu beheben, führte er das System mindestens drei weitere Jahre fort. Ermittler deckten später 65 Fälle auf, in denen er Rezepturen in Rechnung stellte, die er nie abgab – die Gewinne teilte er mit den Patienten. Der Betrug kostete die Krankenkassen über 1,6 Millionen Euro.

Die Behörden erwogen bereits 2015, ihm die Approbation zu entziehen, verschoben die Maßnahme jedoch bis zum Abschluss des Strafverfahrens. Zwar gestand der Apotheker die Taten und erstattete den gesamten Schaden, doch das Gericht hielt dies nicht für ausreichend, um seine berufliche Integrität wiederherzustellen. 2021 kamen weitere Verstöße ans Licht: unsachgemäße COVID-19-Tests und mangelnde Hygienestandards in seinen Apotheken.

Das Gericht betonte, dass korrekte Abrechnungen eine grundlegende Pflicht von Apothekern seien – besonders angesichts ihrer Rolle im öffentlichen Gesundheitswesen. Die wiederholten Versäumnisse und das Ausmaß des Betrugs ließen keinen Zweifel an der Schwere seines Fehlverhaltens.

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Die Approbation des Apothekers wurde am 2. Februar 2022 endgültig entzogen. Im Urteil wurde hervorgehoben, welchen nachhaltigen Schaden sein Handeln für das Patient:innenvertrauen und den Ruf des Berufsstands verursacht hat. Weitere Details zu ähnlichen Disziplinarfällen in Deutschland wurden nicht bekannt gegeben.

Quelle