Audi Neckarsulm vor Umbruch: Neue Modelle und Arbeitsplatzsicherheit im Fokus
Sebastian HoffmannAudi Neckarsulm vor Umbruch: Neue Modelle und Arbeitsplatzsicherheit im Fokus
Audis Werk Neckarsulm steht vor tiefgreifenden Veränderungen, während das Unternehmen seine Modelloffensive für die Jahre 2017 und 2018 vorbereitet. Konzernchef Rupert Stadler mahnt zu sorgfältiger Planung, während der Betriebsrat neue Modelle und Infrastruktur fordert, um die Arbeitsplätze der über 16.000 Beschäftigten langfristig zu sichern.
Stadler betonte die Notwendigkeit umsichtiger Vorbereitung für die anstehenden Markteinführungen. Sein Hauptaugenmerk liege darauf, die hochqualifizierten Mitarbeiter des Standorts zu halten und deren Fachwissen weiter auszubauen. Um die Zusammenarbeit zu stärken, lud er den Betriebsrat ein, sich einer neu gegründeten „Audi Zukunft“-Allianz anzuschließen.
Der Betriebsrat, vertreten durch Michael Christ, begrüßte zwar die Umfirmierung der quattro GmbH in Audi Sport, die weiterhin in Neckarsulm ansässig bleibt. Gleichzeitig forderte er jedoch konkrete Schritte bei der Brennstoffzellen-Entwicklung und unterstrich, dass die anfängliche Begeisterung nun in tatsächliche Infrastruktur münden müsse. Christ pochte zudem auf eine frühere Einbindung in strategische Entscheidungen, die die Zukunft des Werks prägen.
Seit Anfang Oktober gilt eine neue Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten. Der Betriebsrat bestand darüber hinaus auf eine Erweiterung der Modellpalette um ein hochvolumiges Fahrzeug mit alternativem Antrieb. Zudem wurde ein SUV-Modell angemahnt, um die Arbeitsplätze langfristig abzusichern.
Die Zukunft des Standorts hängt davon ab, neue Modelle, alternative Antriebe und Arbeitsplatzsicherheit in Einklang zu bringen. Stadlers Allianz-Vorschlag und die Forderungen des Betriebsrats zeigen: Zusammenarbeit ist entscheidend, wenn Audi seine Pläne vorantreibt.






