17 March 2026, 10:10

Baden-Württemberg sucht Kompromiss zwischen Bienenschutz und Landwirtschaft

Altes Buch mit dem Titel 'Die Ordnung der Bienen oder die wahre Geschichte ihrer Haltung' mit einer Illustration eines Bienenstocks und umgeben von Insekten.

Baden-Württemberg sucht Kompromiss zwischen Bienenschutz und Landwirtschaft

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat als Reaktion auf die Bürgerinitiative ProBiene und deren Kampagne "Rettet die Bienen" ein neues Positionspapier vorgelegt. Die Minister Peter Hauk und Franz Untersteller stellten den Plan vor und bezeichneten die zugrundeliegenden Diskussionen als sowohl konstruktiv als auch gründlich.

Das Vorhaben zielt darauf ab, den Schutz der biologischen Vielfalt mit den Bedürfnissen der heimischen Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Dabei werden zentrale Forderungen der Kampagne aufgegriffen, ohne die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Betriebe zu gefährden.

Im Mittelpunkt der Regierungsstrategie steht das Kernanliegen der Initiative: der Erhalt der Artenvielfalt. Ein zentrales Ziel ist die Reduzierung chemisch-synthetischer Pestizide um 40 bis 50 Prozent bis zum Jahr 2030. Strengere Verbote für synthetische Pestizide sollen jedoch nur in besonders schützenswerten Gebieten wie Naturschutzgebieten gelten.

Die ursprünglichen Pläne zu Pestizidbeschränkungen wurden angepasst, um größere Teile der regionalen Landwirtschaft nicht zu benachteiligen. Die überarbeitete Fassung soll die langfristige Zukunft sowohl der konventionellen als auch der ökologischen Landwirtschaft im Land sichern. Die Minister äußerten die Hoffnung, dass der Vorschlag sowohl bei Umweltschützern als auch bei Landwirten auf breite Zustimmung stoßen werde.

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Das Positionspapier greift viele Ziele der Initiative auf, darunter verschärfte Maßnahmen zum Artenschutz. Gleichzeitig wird der Schutz familiengeführter Höfe und der regionalen Lebensmittelproduktion betont, um wirtschaftliche Stabilität mit ökologischen Zielen zu verbinden.

Die Antwort der Landesregierung auf die ProBiene-Initiative setzt klare Vorgaben für die Reduzierung von Pestiziden und den Schutz der Biodiversität. Nun geht es darum, die Unterstützung sowohl von Umweltschutzverbänden als auch von Vertretern der Landwirtschaft zu gewinnen. Die Umsetzung wird zeigen, ob der Ausgleich zwischen ökologischen und wirtschaftlichen Prioritäten gelingt.

Quelle