Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein geplantes Nachwuchsleistungszentrum in Monheim
Sebastian HoffmannBayer 04 Leverkusen kämpft um sein geplantes Nachwuchsleistungszentrum in Monheim
Bayer 04 Leverkusens Pläne für ein neues Nachwuchsleistungszentrum in Monheim am Rhein stehen vor wachsender Unsicherheit. Seit Monaten sorgt das Vorhaben für kontroverse Diskussionen, nachdem der Stadtrat wiederholt die Pläne für die Sportanlagen abgelehnt hat. Durch den Widerstand lokaler Politiker sah sich der Verein bereits mehrfach gezwungen, seine Ambitionen zurückzuschrauben.
Seit einem Jahrzehnt sucht der Bundesligist nach einem geeigneten Standort für ein modernes Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Flächen entschied man sich für Monheim am Rhein – mit zehn Fußballplätzen, 150 neuen Arbeitsplätzen sowie Rad- und Joggingwegen sollte dort eine hochklassige Akademie entstehen.
Doch das politische Klima änderte sich nach den Kommunalwahlen 2025, als die regierende Peto-Partei ihre Mehrheit verlor. Die neue Koalition blockiert seither das Projekt mit Verweis auf Klimaschutz- und Umweltbedenken. Sportdirektor Simon Rolfes warnte, dass die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins vom Bau des Campus abhänge.
Die Entwicklung wird auch von Bayer-AG-Chef Bill Anderson aufmerksam verfolgt. Gleichzeitig droht dem aktuellen Trainingsstandort an der BayArena durch einen geplanten Autobahnausbau die Enteignung – was die Suche nach einer Alternative noch dringlicher macht.
Das Monheimer Projekt bleibt vorerst in der Schwebe, da der politische Widerstand anhält. Ohne das neue Zentrum riskiert Leverkusen im Nachwuchsbereich den Anschluss zu verlieren. Über das Schicksal der Pläne werden künftige Verhandlungen zwischen Verein und Kommunalpolitik entscheiden.
