Berliner Polizist wegen gefälschtem Sportabzeichen und Betrugs vor Gericht
Sebastian HoffmannBerliner Polizist wegen gefälschtem Sportabzeichen und Betrugs vor Gericht
Ein Berliner Polizist muss sich wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, ein gefälschtes Sportabzeichen genutzt zu haben, um eine Beförderung zu erschleichen. Dem Beamten wird vorgeworfen, falsche Unterlagen eingereicht zu haben, um seine Karriere voranzutreiben und sein Gehalt zu erhöhen. Bei den Ermittlungen kamen weitere Täuschungen ans Licht, darunter vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit.
Der Polizist legte 2020 einen Nachweis über den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens in Gold vor – eine Qualifikation, die sich später als gefälscht herausstellte. Auf Grundlage des manipulierten Dokuments wurde er befördert und erhielt ein höheres Gehalt.
Die Täuschung soll die Berliner Polizei bisher rund 7.700 Euro gekostet haben. Bis Mai 2026 könnte sich der finanzielle Schaden für die Behörde auf etwa 11.600 Euro belaufen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von insgesamt rund 19.300 Euro.
Neben dem gefälschten Abzeichen wird dem Beamten vorgeworfen, an zwei verschiedenen Zeitpunkten vorgetäuscht zu haben, dienstunfähig zu sein. Die Ermittlungen ergaben, dass er in diesen Phasen durchaus arbeitsfähig war.
Der Polizist muss sich vor dem Amtsgericht Tiergarten in drei Fällen wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten. Der Prozess dreht sich um finanzielle Schäden, Urkundenfälschung und falsche Angaben zur Dienstunfähigkeit. Die Anklage strebt die Rückerstattung der unrechtmäßig erlangten Gelder an.






