Bosch übertrifft 2017 alle Erwartungen mit Rekordumsatz und plant Batteriezellen-Produktion
Mila SimonBosch übertrifft 2017 alle Erwartungen mit Rekordumsatz und plant Batteriezellen-Produktion
Bosch meldete für das Jahr 2017 starke Finanzzahlen: Umsatz und Erträge stiegen in allen wichtigen Geschäftsbereichen. Zudem kündigte das Unternehmen an, in den kommenden Wochen möglicherweise in die Produktion von Autobatteriezellen einzusteigen.
Der Gesamtumsatz erreichte 2017 rund 78,0 Milliarden Euro – ein Plus von 6,7 Prozent, das die eigenen Prognosen übertraf. Bereinigt lag das Wachstum sogar bei 8,3 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich die Region Asien-Pazifik, wo der Umsatz um 14 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro kletterte.
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf etwa 5,3 Milliarden Euro, wodurch die EBIT-Marge auf 6,8 Prozent anwuchs. Die Sparte Mobility Solutions, der größte Geschäftsbereich von Bosch, übererfüllte die Erwartungen mit einem Umsatzwachstum von über sieben Prozent. Allein der Umsatz mit Automobilzulieferungen legte um 7,8 Prozent auf 47,4 Milliarden Euro zu.
Aktuell prüft das Unternehmen den Einstieg in die Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos. Eine Entscheidung wird in den nächsten Wochen erwartet; für einen Marktanteil von 20 Prozent wären Investitionen in Höhe von schätzungsweise 20 Milliarden Euro nötig.
Für 2018 peilt Bosch ein weiteres Wachstum von zwei bis drei Prozent bei Umsatz und Ertrag an. Der mögliche Einstieg in die Batteriezellenproduktion könnte eine bedeutende strategische Weichenstellung für das Unternehmen darstellen.






