Brandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordernte und wachsenden Herausforderungen
Amelie HoffmannBrandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordernte und wachsenden Herausforderungen
Spargelsaison in Brandenburg hat begonnen – erste Ernten aus der Region Beelitz
Die Spargelsaison in Brandenburg ist eröffnet, die ersten Erträge kommen aus dem Anbaugebiet Beelitz. Die Erzeuger blicken optimistisch auf eine ertragreiche Ernte, doch steigende Kosten und Konkurrenz durch Importware stellen sie vor Herausforderungen.
Die diesjährige Ernte in Brandenburg beläuft sich bereits auf knapp 19.000 Tonnen. Die Preise liegen zu Saisonbeginn zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm, doch mit zunehmender Verfügbarkeit wird ein Rückgang auf etwa 10 bis 12 Euro erwartet.
Die Landwirte kämpfen mit höheren Ausgaben auf mehreren Ebenen. Der Konflikt im Iran hat die Dieselpreise in die Höhe getrieben, was die Treibstoffkosten für Maschinen erhöht. Zudem belastet die jüngste Anhebung des Mindestlohns in Deutschland die Lohnkosten und drückt die Gewinnmargen weiter.
Gleichzeitig sehen sich die heimischen Produzenten mit günstigeren Importen aus Spanien, Mexiko und Griechenland konfrontiert. Die Anbauflächen für Spargel in Brandenburg sind in den letzten Jahren geschrumpft, was es den Erzeugern erschwert, ihre Marktanteile zu halten.
Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) hat auf den Druck hingewiesen, unter dem die Landwirte stehen: Geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten die Produktion teurer. Trotz dieser Hindernisse bleibt die Region ihrem Spargelanbau verbunden.
Die Saison startet mit guten Erwartungen an eine reichliche Ernte, doch die Bauern müssen höhere Kosten und ausländische Konkurrenz bewältigen. Mit steigendem Angebot dürften die Preise sinken – eine Entlastung für Produzenten und Käufer alike.






