Braunschweig zieht Konsequenzen nach Winterdienst-Chaos und ungeräumten Wegen
Sebastian HoffmannBraunschweig zieht Konsequenzen nach Winterdienst-Chaos und ungeräumten Wegen
Versäumnisse beim Winterdienst in Braunschweig führen zu Konsequenzen – nach tagelang ungeräumten Straßen und Radwegen
Heftige Schneefälle hatten Braunschweig lahmgelegt, Straßen und Radwege blieben tagelang unberäumt – nun gibt es Handlungsdruck. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS forderte in einem Antrag vom 18. Februar Aufklärung und benannte zahlreiche Beschwerden über vernachlässigte Routen. Der Stadtrat kam den Forderungen nach und beschloss eine Überprüfung der Winterdienst-Abläufe.
Mitte Februar hatte Sturm „Elli“ die Region getroffen und mit starken Schneefällen den Verkehr zum Erliegen gebracht. Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, und immer wieder blockierten Schneewehen die Straßen.虽然 Räumteams im Dauerbetrieb arbeiteten, blieben viele Straßen – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße sowie der Bereich Steinweg/Theater – über längere Zeit unpassierbar oder nur teilweise befahrbar.
Noch schlimmer traf es die Radwege: Die Stadt räumte ein, dass diese nur alle 19 Stunden geräumt wurden, während einige Straßen tagelang ohne Einsatz blieben. Radfahrer:innen und Fußgänger:innen hatten mit unpassierbaren Wegen zu kämpfen – die mangelnde Räumung machte das Unterwegssein zur Gefahr.
DIE FRAKTION. BS kritisierte das aktuelle System als gescheitert. In ihrem Antrag warf die Fraktion dem beauftragten Dienstleister ALBA vor, bei anhaltendem Schneefall weder ausreichend Personal noch Technik bereitgestellt zu haben. Zudem untergrabe die Vernachlässigung des Winterdienstes den Mobilitätsentwicklungsplan 2035 der Stadt, der zu Fuß gehen und Radfahren als nachhaltige Verkehrsmittel fördern soll.
Die Initiative forderte eine dringende Überprüfung der Kapazitäten von ALBA – sowohl bei Personal als auch bei der technischen Ausstattung. Ziel sei es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer:innen im Winter zu gewährleisten.
Der Stadtrat unterstützte den Antrag und beschloss eine umfassende Bestandsaufnahme der Winterdienst-Leistungen. Die Entscheidung folgt auf wochenlange Behinderungen und wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung wegen ungeräumter Straßen und Radwege. Die Prüfung soll klären, ob zusätzliches Personal, mehr Technik oder angepasste Vorgaben nötig sind, um künftige Engpässe zu vermeiden.






