Bundeswehr plant 300-Millionen-Deal für Rheinmetall-Kamikazedrohnen Raider
Mila SimonBundeswehr plant 300-Millionen-Deal für Rheinmetall-Kamikazedrohnen Raider
Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Genehmigung für ein großes Beschaffungsvorhaben mit Rheinmetall beantragt. Im Mittelpunkt steht der Kauf von Raider-Kamikazedrohnen, die als bahnbrechende Entwicklung gelten. Sollte das Vorhaben bewilligt werden, beläuft sich der erste Auftrag auf knapp unter 300 Millionen Euro.
Das Ministerium hat dem Haushaltsausschuss des Bundestags einen Finanzierungsantrag über 25 Millionen Euro vorgelegt. Dieser ist Teil eines umfassenden Rahmenvertrags mit Rheinmetall im Volumen von 2,387 Milliarden Euro. Das Abkommen umfasst nicht nur die Drohnen, sondern auch Bodenstationen, Luftfahrtsysteme und Ausrüstung für die Schulung von Personal.
Rheinmetall wird Simulatoren liefern und die erste Ausbildungsphase für die Bedienkräfte durchführen. Das Unternehmen muss bis Ende April 2027 sämtliche Qualifikationskriterien erfüllen. Bei Nichteinhaltung behält sich das Ministerium das Recht vor, den Vertrag zu kündigen.
Die neuen Drohnen sollen die bestehenden Systeme der Unternehmen Helsing und Stark ergänzen. Ihre Aufgabe besteht darin, die deutschen Kapazitäten im Bereich Loitering Munitions durch moderne Technologie zu stärken.
Der Erfolg des Vertrags hängt davon ab, ob Rheinmetall seine Verpflichtungen bis zur Frist 2027 erfüllt. Bei einer Genehmigung werden die Raider-Drohnen zu einem zentralen Bestandteil der deutschen Verteidigungsausstattung. Der Gesamtvertrag umfasst neben der Ausrüstung auch Schulungen und langfristige Unterstützung.






