17 June 2026, 17:51

Bundeswehr und Brandenburgs Schulen starten umstrittene Bildungszusammenarbeit

Deutsche Militärjugendoffiziere können Schulen besuchen

Bundeswehr und Brandenburgs Schulen starten umstrittene Bildungszusammenarbeit

Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Stärkung des Schulunterrichts

Das Bildungsministerium Brandenburgs und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um das Bildungsangebot an Schulen zu erweitern. Die Vereinbarung schafft einen verbindlichen Rahmen für die langjährige Partnerschaft beider Institutionen. Ziel ist es, das kritische Denken der Schülerinnen und Schüler zu fördern und Einblicke in staatliche Verantwortungsbereiche zu vermitteln.

Im Rahmen der Vereinbarung können Jugendoffiziere der Bundeswehr als externe Referentinnen und Referenten in den Unterricht eingeladen werden. Ihre Aufgabe besteht darin, Diskussionen über deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, globales Krisenmanagement sowie europäische Sicherheitsinteressen anzuregen. Die Schulen entscheiden jedoch eigenständig, ob sie diese Angebote annehmen – etwaige Besuche müssen sich am bestehenden Lehrplan orientieren.

Die Jugendoffiziere treten dabei als Gesprächspartner auf, nicht als Lehrkräfte. Sie sind an die Grundsätze des Beutelsbacher Konsenses gebunden, der ausdrücklich Indoktrination verbietet. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, betonte die Bedeutung einer mehrperspektivischen Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Themen.

Die parlamentarische Gruppe der BSW übt scharfe Kritik an der Vereinbarung. Sie bezeichnet die Zusammenarbeit als „institutionalisierte Kriegspropaganda“ im Klassenzimmer und fordert deren sofortige Aussetzung.

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Die Vereinbarung bietet einen strukturierten Ansatz für die Präsenz des Militärs an Schulen, wobei die Teilnahme für jede Bildungseinrichtung freiwillig bleibt. Während Kritiker eine Beeinflussung junger Menschen befürchten, sehen Befürworter darin eine Chance, sachkundige Debatten über Sicherheitsfragen zu fördern.

Quelle