CDU-Arbeitnehmerchef Radtke lehnt jeden Dialog mit der AfD kategorisch ab
Amelie HoffmannCDU-Arbeitnehmerchef Radtke lehnt jeden Dialog mit der AfD kategorisch ab
Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmerunion CDA, hat jeden Dialog mit der rechtsextremen AfD ausgeschlossen. Die Partei stehe grundlegend im Widerspruch zum politischen Zentrum und dessen Werten, erklärte er. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Debatte darüber zunimmt, wie sich die etablierten Parteien mit dem wachsenden Einfluss der AfD auseinandersetzen sollten.
Radtke wies Vorschläge zurück, die AfD durch Gespräche gemäßigter gestalten zu können. Solche Versuche verglich er mit dem Bemühen, „einen Hund stubenrein zu bekommen oder ein wildes Pferd zu zähmen“. Der CDA-Chef argumentierte, dass die rechtsextremen und prorussischen Positionen der Partei tief in ihrer „politischen DNA“ verankert seien.
Zudem warnte er, die AfD sei kein gewöhnlicher politischer Gegner. Vielmehr strebe sie „ein anderes System, ein anderes Land, ein anderes Europa“ an. Radtke betonte, dass die Aufrechterhaltung eines „demokratischen Schutzwalls“ gegen die Partei entscheidend sei, um das politische Zentrum zu bewahren.
Der ehemalige SPD-Finanzminister Peer Steinbrück schlug einen anderen Weg ein. Er regte an, für einen möglichen Dialog mit der AfD „rote Linien“ zu definieren. Seine Strategie sieht vor, in klar abgegrenzten Politikbereichen begrenzte Gesprächsoptionen zu prüfen.
Radtke unterstrich, dass Glaubwürdigkeit und Bürgernähe entscheidend seien, um Extremismus entgegenzuwirken – beides werde in der Politik jedoch zunehmend seltener. Die Diskussion darüber, wie mit dem Erstarken der AfD umzugehen ist, hält in den großen deutschen Parteien weiter an.






