02 April 2026, 16:10

CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Ausschussvorsitz zurück

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße in einer Demonstration, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ist ein historisches Gebäude mit Fenstern, Bögen, Säulen und Skulpturen zu sehen.

CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Ausschussvorsitz zurück

Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Brandenburger Landtag, ist von seinem Posten als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses zurückgetreten. Der Schritt folgt auf Kritik an einem von ihm veröffentlichten Video, das restaurierte Wehrmacht-Motorräder zeigt. Die Affäre führte zu einer offiziellen Rüge durch seine Partei.

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Der Streit begann, als Bommert auf Instagram ein Video teilte, das Uniformierte bei einer Fahrt mit historischen Wehrmacht-Motorrädern zeigt. Die Aufnahmen wurden später von der Zeitung B.Z. aufgegriffen und lösten damit öffentliche Aufmerksamkeit aus. Zunächst löschte Bommert den Beitrag und lehnte eine Stellungnahme ab.

Bereits zuvor war er wegen eines WhatsApp-Status in die Kritik geraten, in dem er seine Lieblingspolitiker aufgelistet hatte. Diesmal reagierte die CDU jedoch umgehend. Parteichef Steeven Bretz erklärte, er "distanziert sich in aller Deutlichkeit von Inhalten dieser Art und deren Verbreitung". Bretz kündigte zudem an, das Thema in einem persönlichen Gespräch mit Bommert zu erörtern.

Die CDU-Fraktion bestätigte, dass der Vorfall intern aufgearbeitet werde. Während Bommert den WhatsApp-Beitrag als Fehler einräumte, blieb es bei der offiziellen Rüge – weitere Sanktionen wurden nicht verhängt. Aus Unterlagen geht hervor, dass in den vergangenen fünf Jahren keine anderen CDU-Politiker in Brandenburg wegen ähnlicher Vorfälle öffentlich kritisiert oder belangt wurden.

Bommerts Rückzug aus dem Wirtschaftsausschuss ist die unmittelbare Konsequenz der Affäre. Die CDU bekräftigte ihre Haltung gegen die Verherrlichung militarisierter Geschichtsbilder. Interne Gespräche zu dem Vorfall sollen fortgesetzt werden.

Quelle